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Teil 6

Hunde lernen über die Sinnesorgane, wie z.B.:

Hunde lernen über die Sinnesorgane

- Der Hörsinn: Der Hund hört die Stimme.

- Der Sehsinn: Der Hund sieht die Bewegung.

- Der Geruchssinn: Der Hund riecht die Düfte -> Stimmung, Stress

- Der Geschmackssinn: Der Hund nimmt Geschmäcke wahr.

Hörlaute: „der Ton macht die Musik"

Es ist erwiesen, dass bei Hunden Selbstlaute wie: a, e, i, o, u, am wirkungs­vollsten sind, aber auch auf variierende Stimmlage reagieren Hunde sensibler.

Wichtig ist, dass die Hörlaute freundlich ausgesprochen werden. Hörlaute sollen deutlich ausgesprochen und nicht in Sätze verpackt werden:

Richtig: „Sitz“

Falsch: „Mäxchen, Frauchen hat gesagt, du sollst dich setzen“.

Falsch ist es auch „Sitz“ ständig wie ein Papagei zu wiederholen wie „Sitz, siiitz, sitz, sitz,…“

Manchmal ist es besser, den Hund vor jedem „Kommando“ zu „warnen“, z.B. mit hey oder schau mal.

Dann erst das „Kommando“ mit gleichzeitigem Sichtzeichen. Hunde reagieren auf Körpersprache besser, als „nur“ auf Hörzeichen.

Der Hörsinn:
Höhe Töne sind hoch motivierend. Aber Vorsicht, in Stresssituationen können sie den Hund noch mehr aufregen.

Allzu tiefe Töne hingegen können auf den Hund bedrohlich wirken. Am angenehmsten im Training ist für die meisten Hunde eine etwas höhere (jedoch nicht piepsige) freundliche Stimme.

Daher sollten Frauen mit schrillen Stimmen in der Tonlage etwas hinunter- und Männer mit sehr tiefen Stimmen etwas hinaufgehen.

Nachdem Hunde je nach Alter und Rasse 4 bis 20x besser hören als Menschen, ist es nicht nötig laut mit Hunden zu sprechen. Wir können uns sogar für besonders wichtige Momente eine ganz leise Aussprache angewöhnen, weil Hunde von Natur aus leise werden, wenn es um Beute geht oder ein Feind kommt und daher ein Großteil der Hunde diese Tonlage als Zeichen dafür ansieht, dass es jetzt um etwas Wichtiges geht und man sich konzentrieren muss.

Setzen Sie Etappenziele:

Verlangen Sie niemals von Ihrem Hund ein „Kommando“ in einer Situation, die Sie vorher nie geübt haben oder Sie glauben, dass er es nicht ausführen wird.

Generalisieren (gewöhnen) ist zeitaufwändig, da Hunde ortsgebunden lernen. Unterlassen Sie es auch, wenn

Bei Nichtbefolgen eines „Kommandos“ geben Sie ihm zum Abschluss ein „Kommando“, das er 100%ig kann. Dass heißt, schließen Sie jede Übung immer positiv ab.

Dauer, Abstand, Ablenkung

Wenn Sie ihrem Hund ein neues Verhalten beibringen möchten, gehen Sie am besten in kleinen Etappen vor.

Beispiel: "Bleib", er soll dort wo er gerade ist, stehen, sitzen oder liegen bleiben.

1. Beginnen Sie an einem ruhigen Ort ohne Ablenkungen mit "Bleib" indem Sie vorerst beim Hund stehen bleiben und ein stoppendes Sichtzeichen dazu geben.

2. Achten Sie dabei auf die Beschwichtigungssignale (kommt demnächst in einem der Lehrgänge). Bleibt er, bekommt er sofort sein Leckerli. Zögern Sie nach und nach die Belohnung etwas länger hinaus.

3. Anschließend beginnen Sie damit, am gleichen Trainingsort den Abstand zu vergrößern. Dafür aber wiederum die Dauer verkürzen.

4. Haben Sie das problemlos erreicht, dass der Hund auf die gewünschte Entfernung einige Zeit bleibt, erhöhen Sie nun auch langsam wieder die Dauer.

5. Haben Sie dieses Ziel erreicht, beginnen Sie dass Ganze unter Ablenkung zu trainieren.

Wenn es nicht klappt, sind Sie zu schnell vorgegangen! Reagieren Sie blitzschnell, wenn Sie merken (Beschwichtigungssignale) er bleibt ihnen nicht, indem sie dorthin zurückgehen wo es noch geklappt hat.

Noch einige Anmerkungen zur Ablenkung:

Ein geringes Ausmaß an Ablenkung (zB eine ruhige Wiese, auf der es andere Gerüche gibt als in der Wohnung) ist empfehlenswert. Merkt man aber, dass dem Hund auch dieses geringe Ausmaß zuviel ist, um sich auf die Übung zu konzentrieren, sollten Sie zu Beginn in gewohnter Umgebung (Haus, Wohnung, Garten) üben.

Für eine sichere Ausführung sind viele Wiederholungen in vielen verschiedenen Situationen nötig. Bei größerer Ablenkung, sollten Sie die Anforderungen wieder senken und so dem Hund die Möglichkeit geben, die Übung zu meistern.

Verhaltesforscher haben herausgefunden, dass Hunde eine Übung erst nach ca 5000 Wiederholungen perfekt beherrschen.

Selbst wenn ein Hund eine Übung sehr gut beherrscht, kann es passieren, dass er nicht auf unser Signal reagiert, weil er gerade mit etwas anderem, zB mit einer Fährte, so beschäftigt ist, dass er nur seinen Geruchssinn voll einsetzt, dafür aber seine anderen Sinne wegschaltet - er hört unser Signal also wirklich nicht mehr!

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