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Mehr Rechte für Tiere! www.hundegesetz.at

Teil 4

Immer wenn Ihr Hund etwas unerwünschtes macht:

a) haben Sie nicht gut genug auf ihn geachtet oder

b) Sie kennen sich mit Hundeverhalten leider noch nicht gut genug aus

Merke: Lernen Sie, die Ursache bei sich selbst zu suchen, das ist gar nicht so einfach:-) Unerwünschtes Verhalten auf den Hund zu schieben, ärgerlich zu sein, bringt Missstimmung und Sie verlieren ein Stück Vertrauen Ihres Hundes. Wem ist es nicht schon mal passiert, dass er es übersehen hatten, den Hund rechtzeitig raus zu lassen?

Lernfähigkeit des Hundes

- Hunde lernen rund um die Uhr, 24 Stunden lang und das ein Hundeleben lang.

- Hunde können nur Dinge verknüpfen, also lernen, wenn diese fast gleichzeitig passieren (etwa in 0,5 Sekunden). Zu reagieren macht nur innerhalb dieser Zeitspanne Sinn.

- Hunde lernen hauptsächlich durch eigene Erfahrungen (Erfolg oder Misserfolg) und durch die Herstellung von Assoziationen.

- In den ersten 16 Wochen lernen Hunde besonders schnell, sowohl Positives als auch Negatives. Aber auch einem alten Hund kann man noch Neues beibringen.

- Ihre Stimmung überträgt sich auf Hunde und beeinflusst seine Gefühle und sein Verhalten.

- Hunde lernen großteils durch Wiederholungen, oft genug ausgeführt werden diese zur Gewohnheit. Das nennt man eine konditionierte Reaktion.

- Konditionierte Reflexe sollten immer wieder geübt und gefestigt werden. In einer gefährlichen Situation dürfen Sie sich auf konditionierte Reaktionen nicht verlassen. 100% Folgen müssen und sollen Hunde nicht.

- Haben Sie Ihrem Hund durch überwiegend positive Motivation ein Verhalten beigebracht, dürfen Sie Ihren Hund belohnen. So führt er das erwünschte Verhalten mit Freunden und Spaß aus.

- Hunde lernen situations- und ortsbezogen. Ein Welpe kann schon stubenrein sein, aber bei Ortswechsel kann er wieder unrein werden. Sie verknüpfen ihre gesamte Umgebung mit der Übung.

"Erziehen" kann man auf zwei Arten:

Positive Bestärkung: Der Hund wird für sein Verhalten belohnt oder

Strafe: Der Hund wird für sein Verhalten bestraft.

Rein biologisch gesehen sucht jedes Lebewesen seinen Vorteil! Mit diesem Wissen haben wir Einfluss auf das Verhalten des Hundes. Ob wir uns für eine positive Motivation bei der Erziehung unseres Hundes entscheiden oder mit Meidemotivation arbeiten, hat nicht nur mit unserem Wissen zu tun, sondern auch mit unserer Einstellung und unserem Respekt vor einem anderen Lebewesen.

Wir sind den Hunden überlegen und sie sind uns hilflos ausgeliefert.

Wir können sie:

a) als Sklaven missbrauchen, sie müssen alles machen was wir wollen oder

b) ein freundschaftliches, vertrauensvolles Verhältnis aufbauen, sie kooperieren aus reiner Freude und Spaß und das ganze Freiwillig!

Falls es Sie interessiert, ich habe mich für b) entschieden und Sie?

Trainieren wir ein Tier einer uns nicht besonders gut vertrauten Tierart, wie z.B ein Huhn, so entsteht Offenheit und Bereitschaft, sich auf dieses Individuum einzulassen. Wir fragen uns, was dieses Tier mag und was nicht. Wie es sich natürlich verhält. Was es lernen kann. Wie man es belohnen könnte. Bei Hunden stellen wir uns diese Fragen oft nicht mehr.

Wenn wir Hunde trainieren, gehen wir davon aus, sie zu kennen. Sind wir uns nicht sicher, weshalb ein Hund etwas tut, wollen wir sofort eine Antwort darauf. Doch wir sind nun mal keine Hunde und werden uns nie jede Handlung eines Hundes erklären können. Es ist wichtig, den Respekt wiederzugewinnen, den wir bei uns unbekannten Tieren noch eher verspüren.

Wenn im Training alles schief geht:

Assoziationen können Sie immer neu verknüpfen. Bauen Sie das Training anders auf als zuvor und verwenden Sie ein anderes Signalwort.

In dem Moment, wo nichts mehr geht:

- entweder den Hund für die Geduld belohnen, die er mit Ihnen hatte oder

- etwas verlangen, das der Hund sehr, sehr gut kann und damit beenden und dafür belohnen z.B. "Sitz"

Danach: Pause, nachdenken warum es schief ging. Ein anderes Mal neu mit dem Training beginnen. Der häufigste Trainingsfehler besteht darin, dass das Training zu schwierig für den Hund ist, weil wir viel zu schnell vorangehen. Er versteht uns einfach nicht, besser ist es dort weiter zu machen, wo es noch gut ging. Der zweithäufigste Trainingsfehler besteht darin, dass wir es dem Hund zu einfach machen und er das Interesse verliert.

Ist das Training sehr monoton, hilft es, abwechslungsreiche Übungen und Leckerlis einzubauen. Wenn das Training für den Hund uninteressant ist, sollten Sie ihn einfach mal für das "nur" Dasein, belohnen.

Situationen, in denen Lernen für Hunde unmöglich ist:

- Stress ( Kapitel darüber, folgt noch)

- Angst (auf Körpersprache achten)

- gesundheitliche Probleme, etc.

--> Wenn man in diesen Situationen trotzdem mit dem Hund arbeitet, gerät der Hund zusätzlich unter Stress. Das kann zu einer höheren Bereitschaft zur Aggression führen. "Distress" macht den Hund krank (Magenprobleme usw.).

Tipps:

- Sie sollten nie mit Ihrem Hund trainieren, wenn Sie selbst schlecht gelaunt sind!

- Besser viele kurze Wiederholungen, als ein langes Training. Z.B.öfter am Tag für jeweils 5 Minuten.

Bitte teilen Sie mir mit, ob der kostenlose Lehrgang Ihren Vorstellungen entspricht und verständlich genug ist. Vielleicht ins Gästebuch von www.tiersuche.at oder in www.hunde-kirchberger.at ? DANKE!

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