Startseite | Kontakt | Impressum | Seitenübersicht

Mehr Rechte für Tiere! www.hundegesetz.at

Teil 3

"Immer wenn Dein Hund etwas unerwünschtes macht"

Vom Wolf zum Hund...

a) hast Du nicht gut genug auf ihn geachtet oder

b) Du kennst Dich mit Hundeverhalten noch nicht gut genug aus

Merke: Lerne die Ursache bei Dir zu suchen. Unerwünschtes Verhalten auf den Hund zu schieben, ärgerlich zu sein, bringt Missstimmung und Du verlierst ein Stück Vertrauen Deines Hundes. Ändere Deine Strategie!"

Weiter geht es mit dem Lernverhalten unserer Hunde:

Hunde sind sehr gut darin, unsere Stimmungen wahrzunehmen und unsere Körpersprache zu lesen, fangen aber mit gesprochenen Worten vorerst nichts an.

Noch immer unterliegen wir manchmal dem Fehler, dem Hund ein Signalwort zu sagen, in dem Glauben, er müsse das ja verstehen, es sei ja klar, was wir damit meinen.

Doch auch wenn für uns klar ist, dass „Sitz“ heißt, sich niederzusetzen, ist es dies für den Hund zuerst nicht. Es ist für ihn, als würde zu uns jemand ein völlig neues Wort sagen ohne es zu erklären und dann erwarten, dass wir das tun, was er damit meint.

Stellen Sie sich vor, jemand sagt zu Ihnen „kirik“. Dann wartet er, sagt es nochmals. Langsam wird er ungeduldig. Er sagt es lauter. Sie sehen ihn immer noch verständnislos an. Nun reißt ihm die Geduld, er schreit: „kirik!!!“. Doch was sollen Sie tun?

Genau deshalb ist es wichtig zu wissen, was ein Hund womit verbindet und wie wir ihm verständlich klarmachen können, was wir von ihm wollen.

Hier einige Beispiele wie Hunde lernen:

a) Lernen durch Assoziation (Verknüpfung mit Gutti)

b) Lernen durch Erfahrung

c) Nachahmung

d) unsere Körpersprache

e) Stimmung anderer Hunde…

Leider lernen Hunde so oft auch ungewollt negative Assoziationen, z.B.

* Der Hund will zu einem anderen Hund, bekommt dafür ein scharfes „Nein“ oder wird an der Leine zurückgezogen => der Hund verbindet etwas Negatives mit anderen Hunden und beginnt diese zu fürchten oder aggressiv auf sie zu reagieren.
* Ein Welpe will jemanden begrüßen, wird zweimal weggezogen und geschimpft und lernt so in einigen Sekunden Menschen zu fürchten.

Nie ärgerlich oder heftig mit Hunden umgehen! Dies ist kontraproduktiv!

Beim Training NIE ein „Nein“ oder rucken und ziehen an der Leine, etc.! Warum und wieso, erkläre ich im Laufe dieses Lehrganges.

Wenn es im Training für uns angemessen erscheint dem Hund „Nein“ zu sagen, haben wir nicht gut genug geplant. Wir sind beim Training viel zu schnell voran gegangen!

Achten Sie darauf, wie Sie selbst reagieren, wenn der Hund Interesse an Hunden, Menschen, Dingen, Handlungen (ins Auto springen), etc. hat.

Probleme sollten Sie von vornherein vermeiden, vorausschauend denken und das Training so planen, dass der Hund die Übungen erfolgreich meistern kann. Die Lernatmosphäre soll absolut positiv sein!

Belohnen erhöht die Chance, dass ein erwünschtes Verhalten wiederholt wird.

Hunde mit positiven Erfahrungen sind positive Hunde. Solch ein Hund kann auch besser mit negativen Dingen umgehen. Er denkt nicht „Oh Gott, was ist das?!!“ sondern „Ups, wie lässt sich das Beste aus dieser Situation machen?“.

Auch für den Menschen gilt:

Denke positiv, handle positiv und deine Welt wird positiv sein.

Positiv zu sein, bedeutet: nicht aufgeregt zu sein, sondern ruhig sein zu können und ein gutes Gefühl zu haben. Das Gefühl mit allem umgehen zu können. Gehen Sie souverän voraus und helfen Sie ihm in aus problematischen Situationen.

Merke: Das Hirn des Hundes speichert die letzte Übung, ob positiv oder negativ ab und zeigt mir das gleich zu Beginn des nächsten Trainings wieder. Deswegen, hören Sie mit Übungen auf, wenn Sie und er am meisten Spaß haben.

Bei Nichtbefolgen von „Signalen“ schließen Sie mit etwas ab, das er sicher kann und belohnen Sie ihn.

Der Trainingsplan

- Was willst Du machen? -> Ziel überlegen.

- Warum willst Du dies mit Deinem Hund machen?

- Wie erreicht man dieses Ziel?

- Wo wird trainiert?

- Wann wird trainiert?

- Was motiviert den Hund, das Training mitzumachen?

- Womit wird der Hund belohnt? (Plan B, falls etwas schief geht!)

- Spaß: Ab und zu „Fünf gerade sein lassen“

Auch bei älteren Hunden funktioniert dies, allerdings Schritt für Schritt. Bei älteren Hunden dauert dies natürlich länger. Man muss eine langsame Desensibilisierung vornehmen und nicht den Hund einfach der Situation aussetzen. Sollte der Hund doch in eine Situation kommen, in der er gestresst wird oder Angst hat, kann man ihn nur noch aus der Situation raus nehmen.

Bei einer einfachen Übung genügt es, den Plan im Kopf zu erstellen und zu behalten. Bei schwierigeren Aufgaben sollte man ihn zu Papier bringen.

  www.hundegesetz.at