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Teil 9

Wie Hunde lernen

Wie Hunde lernen, lesen Sie im Teil 9

des Onlinelehrganges!

9. Teil, des kostenlosen Online Lehrganges "wie Hunde auch noch lernen können".

Wie Hunde lernen

"Immer wenn Ihr Hund etwas Unerwünschtes macht“

a) haben Sie nicht gut genug auf ihn geachtet oder
b) Sie kennen sich mit Hundeverhalten noch nicht gut genug aus



Merke: Lernen Sie, die Ursache bei sich zu suchen. Unerwünschtes Verhalten auf den Hund zu schieben, ärgerlich zu sein, bringt Missstimmung und man verliert ein Stück Vertrauen des Hundes. Ändern Sie Ihre Strategie!" Wenden Sie die Lerngesetze an und Sie werden merken wie Ihr Hund sich verändert. Hier nun die wichtigsten Lernformen kurz erläutert:

1. Klassische Konditionierung (Pavlow) Assoziationslernen

Diese Art der Lernform geschieht immer und zu jeder Zeit, auch ohne es zu wissen, denn es geschieht unbewusst. Dabei werden äußere Reize, die aus der Perspektive des Hundes in unmittelbarem Zusammenhang auftreten, miteinander verknüpft. Dies nennt man auch Assoziationslernen. Hierzu können auch Gerüche zählen, die mit einem bestimmten Ereignis verknüpft werden, oder Örtlichkeiten wie zB der Hundeplatz wird verknüpft mit Spielen, etc.

Nun gibt es noch eine emotionale Reaktion, die ebenfalls mit dem aufgenommenen Reiz verknüpft wird – ob angenehm oder unangenehm! – zB schon beim Geruch des Zahnarztes bekommen wir ein mulmiges Gefühl. So kann der Hund auch einen Parfümgeruch mit einer für ihn unliebsamen Person verknüpfen – es entsteht ein negatives Gefühl für ihn, wenn er nur das Parfüm riecht. Oder anders herum – Positiv!

Wichtig: Bei Problemverhalten wie Aggressionen/Ängste gegenüber anderen Hunden kann sehr gut über diese Art des Lernens gegengesteuert werden. Der Hund nimmt unbewusst wahr: Fremder Hund = Leckerchen = Positiv = gutes Gefühl. Dies muss nur längere Zeit konsequent durchgeführt werden, Sie werden sehen – Sie haben Erfolg!

Blick zu anderen Hunden – kündigt den Click an, der Click kündigt Futter an!! Der Hund wird nach einer gewissen Zeit ganz unbewusst die anderen Hunde positiv sehen.

2. Operante Konditionierung / Erfolg und Misserfolg

Dies ist wohl die häufigste Form des Lernens, die wir Menschen bei unseren Hunden anwenden. Sie lernen auf Grund von Erfolg und Misserfolg.

Spontan auftretendes Verhalten wird dadurch häufiger oder seltener, zB ruhiges Verhalten beim Begrüßen bringt Leckerlis und Aufmerksamkeit, Leute anspringen, veranlasst die Leute sich abzuwenden. Erfolg (Belohnung und Aufmerksamkeit) ver­stärkt das Verhalten Ihres Hundes und Misserfolg (Ignorieren des Hundes) verringert das Fehlverhalten. Bitten Sie bei diesem Training Ihre Mitmenschen um Hilfe.

3. Gewöhnung (Habituation)

Dies ist eine Lernform, die ebenfalls ganz automatisch geschieht, Dinge, die wiederkehrend sind, werden mit der Zeit als „normal“ angesehen. Die Reaktion stumpft somit ab.

4. Sensitivierung (sensibel werden auf Reize)

Im Gegensatz zur Gewöhnung kann es aber auch sein, dass einige Hunde auf manche Auslöser im Laufe der Zeit sensibler reagieren, sie werden empfindlicher. Dadurch können zB bereits bestehende Ängste extremer werden.

Jeder Hundehalter sollte sein Basiswissen über diese Lernformen festigen, denn man kann darauf ganz gezielt sein Training in der Hundeerziehung aufbauen. Später folgen noch einige Tipps.

Auch hier steht Ihnen Edith Kirchberger jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Limbisches System

Warmblüter (Säugetiere und Vögel) verfügen über ein limbisches System, das sowohl negative als auch positive Gefühle verarbeitet.

Aus negativen Gefühlen ergibt sich negatives Verhalten, aus positiven Gefühlen ein positives Verhalten.

Hunde mit positiven Erfahrungen sind positive Hunde. Solch ein Hund kann auch besser mit negativen Dingen umgehen, er denkt nicht „Oh Gott, was ist das?!!“ sondern „Ups, wie lässt sich das Beste aus dieser Situation machen?“.

Auch für den Menschen gilt:

Denke positiv, handle positiv und Deine Welt wird positiv sein.

Positiv zu sein bedeutet: nicht aufgeregt zu sein, sondern ruhig sein zu können und ein gutes Gefühl zu haben. Das Gefühl mit allem umgehen zu können. Gehen Sie souverän voraus und helfen Sie ihm in problematischen Situationen.

Auch bei älteren Hunden funktioniert das, allerdings Schritt für Schritt. Bei älteren Hunden dauert dies natürlich länger. Man muss eine langsame Desensibilisierung vornehmen und nicht den Hund einfach der Situation aussetzen. Sollte der Hund doch in eine Situation kommen, in der er gestresst wird oder Angst hat, kann man ihn nur noch aus der Situation nehmen.

Achten Sie auf die Erwartungshaltung und hören Sie dann mit dem Üben auf, wenn Sie und er am meisten Spaß haben.

Merke: Das Hirn des Hundes speichert die letz te Übung, ob positiv oder negativ ab und zeigt mir das gleich zu Beginn des nächsten Trainings wieder.

Bei Nichtbefolgen von „Signalen“ schließen Sie mit etwas ab, das er sicher kann und belohnen Sie ihn.

Hunde brauchen Aufgaben, ein Luxusleben ist nicht in ihrem Sinn!!!

Hunde wurden früher für bestimmte Aufgaben gezüchtet: als Jagdhunde, Schlittenhunde, Hütehunde, usw. Kaum ein Hund geht heute noch diesen Aufgaben nach. Die meisten Hunde wurden zu Familienmitgliedern. In diesem Fall ist es aber unsere Aufgabe, die Anlagen des Hundes anders (zB bei Jagdhunden durch gezieltes Fährtengehen) zu stimulieren.

So denken wir Menschen:

"Der weiß genau, was er gemacht hat."

Welcher Hundebesitzer kennt das nicht: Zu Hause angekommen, trifft einem fast der Schlag. Der Teppich ist angeknabbert, die Vorhänge zerrissen, der Inhalt des Mülleimers und das Toilettenpapier sind über die ganze Wohnung verstreut. Der Hund kommt geduckt angekrochen. Er scheint ein schlechtes Gewissen zu haben.

Es sieht aus, als ob es ihm leid tut.

Es tut ihm aber nicht leid, denn in dem Moment wo er das tat, war es für ihn selbstbelohnend!

So denken Hunde:

Tatsächlich kennen Hunde menschliche Moral wie „gut“ und „schlecht“, Rachegefühle, Schuldgefühle oder gar Skrupel und Reue nicht so wie wir.

Bedenken Sie: Ein Hund denkt nicht wie ein Mensch. Für ihn ist es beispielsweise nicht bedenklich, das Eigentum eines anderen zu zerstören und auch einem Hasen nachzuhetzen ist für ihn völlig normal.

Dass Sie dieses Verhalten von ihm nicht wünschen, müssen Sie ihm geduldig und hundgerecht vermitteln, denn ein Hund kombiniert nicht wie ein Mensch. Hunde beziehen etwa unsere Belohnungen oder Strafen auf das, was sie im Moment tun oder sehen. Nachdem sich das jede Sekunde ändern kann, ist es wichtig, innerhalb von 0,2 bis 0,5 Sekunden zu belohnen.

Wenn wir aber viel später wütend werden, so verbinden Hunde unsere Wutanfälle nicht mit ihrem lange zurückliegenden Vergehen. Sie spüren lediglich, dass dicke Luft im Raum hängt und versuchen, uns zu beschwichtigen. Sie kriechen uns unterwürfig entgegen, wissen aber nicht, warum wir wütend sind. Frauchen/Herrchen hat wieder mal schlechte Laune…

Hat man mehrere Hunde und schimpft, kann man feststellen, dass auch der Hund beschwichtigt, der mit den Missetaten überhaupt nichts zu tun hatte.

Wenn nun der Mensch trotz Beschwichtigung des Hundes weiter schimpft, wird der Hund weiteres Demutsverhalten zeigen (Unterwürfigkeit), bleibt dies jedoch für den Hund erfolglos – verliert er das Vertrauen zu seinem Menschen!

Hunde sind nicht nachtragend

Wir Menschen sind für den Hund so unberechenbar, weil wir nachtragend sind. Er versteht es nicht, wenn wir im Nachhinein schimpfen. Er sieht den Zusammenhang nicht. Die Großhirnrinde ist beim Hund weniger differenziert entwickelt als bei uns Menschen. Deshalb ist das logische Denken beim Hund weniger ausgeprägt als bei uns.

Der Verstand des Hundes könnte etwa mit dem Verstand eines ein- bis dreijährigen Kindes gleichgesetzt werden.

Lassen Sie sich also nicht in die Irre führen von Fernsehhunden wie „Rex“ oder „Lassie“ – so sind Hunde nicht wirklich. In diesen Serien waren viele verschiedene Hunde im Einsatz. Jeder von ihnen konnte ein paar für ihn typische Kunststücke.

Mit dem Verhalten dieser Hunde in unseren Köpfen wachsen wir auf und die Missverständnisse sind somit vorprogrammiert. Wir glauben zu wissen, alles richtig gemacht zu haben, bis zu dem Zeitpunkt, an dem nichts mehr so richtig funktioniert. Aber auch dann sind wir gut im Erfinden von Ausreden (und weisen die Schuld dem Hund zu).

Der Hund kombiniert nicht wie ein Mensch!

Logisches Denken fehlt den Hunden!!!

Menschliche Moralauffassungen wie schlechtes Gewissen, Skrupel, Reue…

Der Sinn, was ist Gut und was ist Böse?

Kennen Hunde nicht!

Er kann nicht gestern/ heute/ morgen denken, daher kann er auch kein schlechtes Gewissen haben!

Sie denken nicht darüber nach, was gestern war, was sie gestern angestellt haben.

Merke:

Hunde leben im Augenblick, im Hier und Jetzt.

So intelligent Hunde auch sind, sie hören, sehen, und verstehen die Welt

vollkommen anders wie wir.

Sich klar ausdrücken, reicht nicht aus. Lernen Sie Hunde zu verstehen, warum sie bestimmte Dinge tun oder auch nicht tun.

Zwischen Menschen und Hunden gibt es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede, daher fühlen wir uns so zu Hunden hingezogen.

Unser nächstes Intensivtraining für Hundeschulen, Trainer, Experten und Hundehalter findet zwischen dem 27. bis 29. Juni in Pichl statt. Die Power Point Präsentation von über 1500 Seiten kann in einer Art Franchising System erworben werden.

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