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Teil 8

Leinenführung

Besonders noch nicht „verzogene“ Hunde, suchen unsere Nähe und gehen freiwillig neben uns her. Sie suchen den Blickkontakt zu ihrer Bezugsperson.

8. Folge kostenloser Onlinelehrgang E. Kirchberger. Die Leinenführigkeit und mehr... in 3 Teilen: TEIL 1

Leinenführigkeit


Ein Thema, bei dem man nie genug dazu lernen kann. Unglaublich viele Hundehalter sind fest davon überzeugt, alles schon zu wissen und richtig zu machen.

Wie bei allen unseren Themen können wir auch dieses Kapitel nur streifen, da es sonst zu umfangreich wird. Wir empfehlen ergänzend (bei der nächsten Aussendung) passende Literatur und eine gute Hundeschule, wie z.B. von Animal Learn.

Ein gut erzogener Hund braucht keine ständigen “Fesseln”.

Wenn es keine Gefahren für Hunde geben würde, wäre die beste Leine die intakte Beziehung zwischen Mensch und Tier.

Gesunde, gut sozialisierte Hunde, sind keine Gefahr für Menschen oder Tiere.

Hunde benötigen einen Bewegungsfreiraum, um ihrem Gegenüber durch Beschwichtigungssignale zu zeigen: „Von mir geht keine Aggression aus, ich bin friedlich“.

Beim Aufeinandertreffen sollten sich Hunde stressfrei gegenseitig beschnuppern und umkreisen können. Ist der Hund immer und überall angeleint, kann er diese wichtigen Verhaltensweisen nicht ausleben.

Die derzeit in Oberösterreich immer noch bestehende Pflicht der 1,5 Meter Leine ist Tierquälerei und ein schwerer Verstoß gegen das Bundestierschutzgesetz.

Durch eine ständige “Fesselung” werden Hunde in soziale Bedrängnis gebracht und gestresst. Wissenschaftlich bestätigt, fördern besonders kurze Leinen unweigerlich das Aggressionsverhalten, Verhaltensstörungen wie auch Neurosen, Unsicherheiten sind vorprogrammiert.

Unser Tempo ist für unsere Hunde einfach zu langsam. Ungeübte Hunde ziehen meist an der Leine, wenn sie etwas Interessantes sehen. Hat der Hund sein Ziel erreicht, hat er sich selbst belohnt.

Viele Hundehalter klagen darüber, dass ihr Hund übermäßig zieht und die Spaziergänge deshalb für Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen unerfreulich und stressbeladen verlaufen. Manchmal wird es sogar richtig unangenehm, wenn kopfschüttelnd Passanten mit ansehen, wie Herrchen oder Frauchen versucht, den Hund im Zaum zu halten.

Ziel: Problemlos, entspannt, freudig an lockerer Leine gehen, ohne dass wir aus unseren Lieblingen willenlose Marionetten machen.

Wenn Sie nun offen sind für NEUES, verhindern Sie speziell im Halsbereich ihres Hundes gesundheitliche Schäden und Ihr Portmonee, wird nicht geschmälert.

Die neuesten Erkenntnisse sind nicht nur unglaublich, sondern auch erschreckend!

Wer hätte das gedacht, dass sich durch ein kleines „Leinenruckerl“ bzw. zupfen, Verhaltensprobleme und Persönlichkeitsstörungen sich entwickeln könnten.

Die Verbindungen der Nervenstränge zur Halswirbelsäule werden von vielen Hundehaltern aber auch von manchen Tierärzten kaum erkannt.

Ihr Problem?

* Ihr Hund zieht immer wieder mal an der Leine?
* Ihr Hund schießt plötzlich los, wenn er andere Hunde, Katzen, Jogger… sieht?
* Warum kommt es überhaupt zu solchen Verhaltensweisen?
* Was hat Leinenführung mit Sicherheit und Vertrauen zu tun?

Oft sind diese Probleme Grund genug, um den Vierbeiner nicht mitzunehmen, denn das stresst. Ein Hund, der sich beim Anblick eines Artgenossen wütend bellend in die Leine wirft, kaum zu halten ist und sich aufführt wie ein „Verrückter“ macht seinem Halter wenig Freude.

Durch das alleine zu Hause lassen des Hundes, entsteht Unterbeschäftigung, was wieder neue Probleme schafft. Nicht selten entwickeln sich diese Hunde zu Raufern und Dauerkläffern, werden hyperaktiv oder wieder unrein. Selbst wer seinen Hund noch so sorgfältig führt, kann kaum verhindern, dass sich ab und zu die Leine strafft.

Es passiert nun einmal, dass er aufgeregt in die Leine springt, ein plötzlicher Reiz das Jagdverhalten auslöst (z.B. eine Katze, ein Hase oder ein Jogger). Oder er riecht irgendetwas am Wegrand und er zieht in diese Richtung. Viele „harmlose“ Dinge passieren nun mal.

Beobachten Sie einmal Hundehalter beim Führen ihrer Hunde an der Leine und erkennen Sie, wie so manch ein Hund „nachgeschleppt“ wird.

Warum ziehen Hunde an der Leine?

* weil wir ihnen folgen
* weil wir ihnen beigebracht haben zu ziehen
* sie haben ihre eigenen Ziele und wollen dorthin gelangen
* sie wollen durch das Ziehen die Balance halten
* sie haben Angst vor dem Straßenverkehr und wollen aus der Situation entfliehen
* der Halter verstärkt versehentlich oder unbewusst das Ziehen an der Leine

Rudelführerschaft? Nein, damit hat es überhaupt nichts zu tun!

Der Grund, warum Hunde an der Leine ziehen, sind wir!

Wir sollten lernen, wie man einen Hund dazu bringt, an lockerer Leine zu gehen.

Bevor wir in das Thema tiefer einsteigen, wäre ein Grundwissen von Vorteil:

1. das Wissen um die Beschwichtígungssignale
2. wie man Vertrauen zum Hund gewinnen und aufbauen kann
3. was Hunde stresst und die Folgen

Ohne Vertrauen zum Halter, werden wir mit dieser positiven Methode scheitern!

Daher wäre der erste Schritt das, verloren gegangene Vertrauen, welches durch „rucken“ an der Leine entstanden ist, wieder zu gewinnen.

Das gegenseitige Vertrauen zueinander,schafft eine tiefe freundschaftliche Verbundenheit, das NUR Sie durch ein faires Führungsverhalten erlangen können. Es ist wichtig, dass Sie bereit sind Ihre alten ausgetretenen Pfade zu verlassen um neue Wege zu gehen.

So stärken Sie die Bindung zu Ihrem Liebling:

Besonders noch nicht „verzogene“ Hunde, suchen unsere Nähe und gehen freiwillig neben uns her. Sie suchen den Blickkontakt zu ihrer Bezugsperson. Dieses Verhalten zeigt uns, er fühlt sich bei uns wohler, als wenn er voraus läuft. Sie können ihn darin bestärken, indem Sie ihm zeigen, dass es sich lohnt, in ihrer Nähe zu bleiben. Und wieder können „Leckerlis“ Sie retten.

Bevor wir im 2. TEIL so richtig los legen, verinnerlichen Sie bis dahin diesen 1.Teil.

Veröffentlichungen des Lehrganges, auf anderen Webseiten sind erwünscht, fragen Sie deswegen vorab bei mir an. Copyright © 2009 Edith Kirchberger

Viel Erfolg Ihre Edith Kirchberger

P.S. Wenn Sie dazu noch Fragen haben, rufen Sie mich unter 0699/ 106 97 606 an

Teil 2

Das Brustgeschirr

Bevor es losgeht, zur richtigen Ausrüstung:

* NIE Stachelhalsbänder, sie sind gesetzlich verboten, (Leider ist dieses Folterinstrument bei der Polizei gesetzlich erlaubt )
* NIE Würgehalsbänder oder Kettenwürger, Zug-Stoppbänder oder sogenannte Erziehungshilfen wie Kopfhalter auch Halti genannt,
* Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.

Befürworter von div. Haltimodellen meinen: „Mit einem Kopfhalter sollte der Kopf des Hundes „nur“ gelenkt werden. Kopfhalter sind nur in Verbindung mit einer zusätzlichen Leine, die am Brustgeschirr oder am Halsband befestigt ist, zu verwenden“.

Es ist jedoch Verletzungsgefahr gegeben, Schädigungen der Halswirbelsäule sind möglich. Der Hund wird im Grunde genommen mit Gewalt gezwungen etwas zu tun, was er nicht möchte. Sollten wir nicht vielmehr herausfinden, warum ein Halti nötig ist und dann am Problem selbst arbeiten?

* Das sind alles tierschutzfeindliche Instrumente. Kettenhalsbänder klemmen ein und sind unangenehm, probieren Sie es an Ihrem Hals aus. (Leider bei vielen Hundeschulen und Ausstellungen immer noch erlaubt bzw. sogar Pflicht Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.JPfuiiiiiiDie Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.
Dünne Führung am Hals. Wollen Sie so behandelt werden?

NIEMALS KETTEN!

Warum ist ein Brustgeschirr vorzuziehen?

Besonders Welpen und Junghunde gehen mit Brustgeschirr und richtigem Umgang sichtlich freudiger, entspannter und sind vor allem aufnahmefähiger.

Der Halsbereich des Hundes ist genauso empfindlich wie die Halswirbelsäule des Menschen. Mehr als achtzig Prozent aller Hunde leiden an schmerzhaften Rückenproblemen.

Der schwedische Hundeexperte Anders Hallgren widmete diesem Thema sogar ein Buch „Rückenprobleme beim Hund“. Er untersuchte hunderte von Hunden und kam zu einem besorgniserregenden Ergebnis.

Rückenschmerzen sind tückisch, bleiben oft unerkannt und die Zusammenhänge zu Problemverhalten und Stress werden nicht gesehen.

Ein gut sitzendes Brustgeschirr ist weitaus schonender und nimmt den schädigenden Druck, von der Halswirbelsäule und vom Kehlkopf.

Wenn Sie sich im Auto anschnallen, dann nicht am Hals, oder? Wir sind ja Menschen, wir können den Gurt so bequem wie nur möglich anlegen. Besonders unangenehm wäre ein Anschnallen am Hals beim Bremsen und könnte bei einer Vollbremsung zu ernsthaften Schäden führen.

Um die Kräfteverteilung der Wirbelsäule zu optimieren, ist ein Brustgeschirr viel besser als Zug am Hals. Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.

Hundehalter, die in ihrem Hunde einen treuen Freund und Begleiter sehen, schenken ihm Komfort und Wohlbefinden.

Was kann passieren wenn ich beim Halsband bleibe?

Die Halter bekommen die Rechnung meistens in Form von Problemen mit dem Hund präsentiert. Es können Verhaltensstörungen auftreten oder auch rauflustige Hunde werden. Diese Vierbeiner folgen schlecht, wollen nicht an der Leine gehen, reagieren aus unerklärlichen Gründen „dumm“ und aggressiv.

Wenn dann auch noch veraltete Ausbildungsmethoden wie das „rucken“ oder ein wenig nach Aufmerksamkeit „zupfen“ eingesetzt wird, haben die Halter ohne es zu wissen, einen Dauerschmerzpatienten.

Aus diesen „kleinen“ Maßregelungen, entstehen außerdem unerkannte gesundheitliche Probleme, wie chronische Verspannungen, Folgeschäden am Bewegungsapparat, aber auch Atembeschwerden, Kehlkopfschäden, Schluckstörungen, Probleme am Kiefer und an der Zunge. Das Selbstvertrauen des Hundes ist sehr eng an diese Körperstellen gekoppelt. Ein weiterer gesundheitlicher Aspekt beim Ziehen am Halsband ist die Erhöhung des Augendruckes, besonders gefährlich für Hunde mit schwacher oder dünner Cornea oder Glaukom.

1. Das richtige Brustgeschirr:

* Soll gut sitzen, Polsterungen haben sich besonders an empfindlichen Stellen bewährt. Der Rand des Brustgeschirres sollte nicht reiben oder einschneiden. Das Material sollte weich, leicht und ohne scheuernde Nähte oder Ränder sein. Der Kehlkopf, Halsmuskulatur und die Halswirbelsäule sollten unbelastet sein.
* Soll eine Handbreit hinter dem Ellbogen liegen. Der Riemen unter den Achseln sollte nicht kneifen, zu eng anliegen oder gar einschneiden.

So gewöhnen Sie Ihren Hund an das Brustgeschirr:

* Das Wichtigste ist, dass wir zum Brustgeschirr eine positive Verknüpfung herstellen. Das erreicht man am besten, indem Sie keinen Druck beim rein- steigen in das Brustgeschirr herstellen. Am Besten Schritt für Schritt mit vielen Leckerlis, viel Ruhe, Geduld und mit positiven Erlebnissen verknüpfen. Beugen Sie sich beim Anlegen des Geschirrs nicht über den Hund, sondern gehen Sie dabei in die Hocke und wenden Sie Ihren Körper seitlich vom Hund weg.
* Die Leine sollte immer am hinteren Ring eingehängt werden und nie in Halsnähe - sonst könnten Sie ja auch wieder ein Halsband verwenden!

Empfehlenswert ist ein TOGETHER-Geschirr, welches Sie bei www.pfotenversand.de oder in Linz Tel.: 0650 - 900 6 800 www.hundetraining.cc bestellen können.

2. Eine drei Meter lange, dünne, leichte Führ- oder Schleppleine:

Benutzen Sie möglichst keine so genannte Flexileine, Sie haben immer einen Zug drauf, außer Sie stoppen den Zug.

Beim Einsatz von Flexileinen lernt der Hund genau das, was Sie ihm abgewöhnen möchten: „Wenn ich ziehe, geht es weiter“. Das Prinzip dieser Abrollsysteme ist, dass der Hund einen gewissen Zug auf die Leine ausüben muss, damit sich diese abrollt. Mit anderen Worten: die Belohnung für das Ziehen folgt, indem der Hund mehr Spielraum bekommt.

3. Standardübung: „Ich will deine Aufmerksamkeit“

So blockieren Sie unerwünschtes Verhalten: Trainieren Sie Ihrem Hund ein Signal z.B. Schnalzen mit der Zunge kl, kl, kl ein und lösen Sie dadurch ein Ersatzverhalten aus.

Da Ihr Hund nicht zwei gegensätzliche Dinge gleichzeitig tun kann, wird das unerwünschte Verhalten zurückgedrängt.

Kündigen Sie ihm ein Leckerli durch kl, kl, kl an Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.

Man nützt die natürlichen Instinkte des Hundes, um ihm das Gehen an lockerer Leine beizubringen: Der Hund ist interessiert an Bewegungen und Geräuschen.

Schnalzt man mit der Zunge („kl, kl“) oder klopft man sich auf die Schenkel, wird der Hund sich automatisch umwenden. Dafür erhält er blitzschnell seine Belohnung.

1. Sie starten in einer reizarmen Umgebung ohne Ablenkung (evtl. Zuhause). Täglich ganz kurze Einheiten! Geräusch kl, kl, kl = „wende Dich mir zu“. Die Reaktion des Umwendens aufgrund des Geräusches oder der Bewegung wird einige Male belohnt.
2. Signal geben und zwei Schritte vom Hund weggehen. Der Hund wird folgen und erhält dafür sein Leckerli.
3. Geräusch signalisiert einen Richtungswechsel, der Hund folgt automatisch an lockerer Leine. Dadurch lernt der Hund auf Sie zu achten.
4. Auf jemand zugehen, rechtzeitig das Signal und Richtungswechsel, sodass man die Person in einem Bogen umgehen kann.
5. Schwierigkeit langsam steigern (auf Straßen und in belebten Gegenden erst später üben).

Der Erfolg hängt davon ab, wie gut Sie ihm das antrainiert haben und ob Sie das Ersatzverhalten früh genug geben haben.

Es sollte unbedingt vor dem unerwünschten Verhalten gegeben werden. Wenn sich Ihr Hund bereits auf etwas konzentriert und hinein gesteigert hat, ist er so erregt und nicht mehr "ansprechbar".

Turid Rugaas, erprobte in einem Versuch mit 204 Hunden dieses Leinenführigkeits-training. Es meldeten sich viele Leute mit Hunden, die schon jahrelang an der Leine zogen. Anfangs zogen die Hunde in einer Trainingseinheit bis zu 74 Mal. Bereits am zweiten Tag bedeutend weniger. Nach 30 Tagen zogen diese Hunde kaum noch.

Wichtig: Geräusch kl, kl, kl BEVOR der Hund zieht => es kommt gar nicht zum Ziehen. Das Geräusch ist für den Hund wie ein Warnschild „Achtung: Aufmerksam sein!“. Wenn der Hund zieht, einfach stehen bleiben.


Mögliche Probleme: Wenn ein Hund Probleme mit Augenkontakt hat: Nicht direkt ansehen, Kopf zur Seite wenden, ein Stück rückwärts gehen, Hund oft belohnen!


Wundermittel: kl, kl, kl können Sie statt AUS, PFUI verwenden. Bevor sie Ihren Liebling schimpfen, weil er seine Nase in Hundekot steckt oder bellt, kommt kl, kl, kl was heißt:

„ich will deine Aufmerksamkeit“. Schimpfen bringt nichts, er wird es immer wieder machen, aber mit kl, kl, kl verlieren Sie kein Vertrauen.


Wie führe ich einen Hund an lockerer Leine?
NICHT durch Ziehen oder Rucken! Dies tut dem Hund weh, verbiegt ihn, macht Kopfschmerzen, verursacht Rückenprobleme, Halsprobleme und ein übles Gefühl.


Wenn der Hund an lockerer Leine geht, ist es völlig in Ordnung, wenn er vor, neben, hinter Ihnen geht, schnüffelt, zu anderen Leuten geht, andere Hunde ansieht etc.

Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt. Die Anzeige dieses Bildes wird in Ihrem Browser möglicherweise nicht unterstützt.

Wenn Ihr Hund jemand ansehen möchte, lassen Sie ihn hinschauen! Es ist für Hunde nicht natürlich, zu jedem wildfremden Hund hinzugehen. Es genügt, sie anzusehen und Signale auszutauschen. Das Hingehen zu jedem fremden Hund ist oft ein erlerntes Verhalten.

Abgesehen davon ist ziehen, zupfen und auch leichtes rucken für Hunde eine Strafform (Zufügen von etwas Unangenehmen). Dadurch werden keine neuen und erwünschten Verhaltensweisen vermittelt. Es wird Angst und Unsicherheit erzeugt und dadurch Flucht und Meideverhalten erlernt. Ein Hund assoziiert die Strafmaßnahme immer mit der Person, von der sie ausgeht. Sie verlieren im Laufe der Zeit immer mehr ein kleines Stück seines Vertrauens zu Ihnen, wollen Sie das?

Tipps wie es geht, gibt es im 3. und letzten Teil der Leinenführigkeit Serie

Wenn Sie dazu Fragen rufen Sie mich unter 0699/ 106 97 606 an

Teil 3

Leinenführung

Wie Sie es richtig machen erfahren Sie in unseren kostenlosen Onlinelehrgängen!

Tipps wie es geht:

Bevor er überhaupt an die Leine kommt, sollte er sich mindestens 10 Minuten im freien austoben können.

Wenn Ihr Hund etwas erforschen will, sollen wir besonders anfangs nachgehen und ihn an lockerer Leine die Gegend erkunden lassen.

Wenn Ihr Hund schnüffeln möchte, lassen Sie ihn schnüffeln und warten Sie geduldig! Schnüffeln ist für Hunde sehr wichtig!

Oft denken wir Menschen, dass für Hunde viel Bewegung das Wichtigste ist. Der Hund genießt es jedoch weit mehr, wenn er die Gegend erkunden, schauen und schnüffeln darf, als wenn wir mit ihm durch die Gegend rennen.

Begonnen wird in einer reizarmen Umgebung ohne Ablenkung. Diese wird ganz langsam gesteigert.

Anfangs wird Ihr Hund nur kurz angeleint, die Intervalle werden nur langsam gesteigert.

* Passen Sie sich zunächst dem Tempo Ihres Hundes an, so dass die Leine locker durchhängt.
* Er muss lernen, nicht mehr so weit von uns wegzulaufen, dass sich die Leine strafft. Dazu ist ein Training an langer Leine (3 - 5 m) hilfreich.
* Bei der ersten Anspannung der Leine bleiben wir sofort ruhig stehen und warten ab, so als wäre er angebunden (ohne ihn anzusehen oder ein Hörzeichen zu geben).

Bitte locken Sie ihn nicht, reden Sie nicht mit ihm, warten Sie einfach ab. Über kurz oder lang (manchmal ist am Anfang etwas Geduld gefragt) wird sich Ihr Hund nach Ihnen umdrehen, um herauszufinden, warum es nicht weitergeht. In diesem Augenblick lockert sich die angespannte Leine und genau diesen Moment sollten Sie abpassen, um ihn schnell zu belohnen.

Ihrem Liebling wird schnell klar, dass Ziehen nicht zum Ziel führt.
Er wird merken, wie weit er gehen darf, damit sich die Leine nicht strafft.
Geht er dicht an Ihrer Seite, so loben und belohnen Sie ihn.
Passen Sie sich seinem Tempo an.

Wir sind uns nun einig, Hunde sind keine willenlosen Sklaven und dürfen nicht missbraucht und in die Enge getrieben werden. Wir sind schließlich verantwortungsvolle Hundehalter die offen sind für Neues, stimmt´s?

Zwei Beispiele mit ganz anderem Verlauf:

Wenn Menschen und Hunde aneinander "vorbeigehen", kann das hinterher verschiedene Auswirkungen nach sich ziehen.

Erstes Beispiel:
Stellen Sie sich zwei Hundehalter mit ihren angeleinten Hunden vor. Sie gehen aneinander vorbei, die Distanz zueinander ist gering, einer der Hunde –Rex- fühlt sich dabei äußerst unwohl. Er hat Stress, läuft in die Leine und bellt den anderen Hund an.

Ängstlich spannen beide Hundehalter die Leine. Würgen die Hunde regelrecht und zerren sie schimpfend weiter.

Beide Hunde haben gelernt, dass die Begegnung mit anderen Hunden sehr unangenehm sein kann.

Zweites Beispiel:
Nun dieselbe Situation, die Hundehalter gehen aufeinander zu. Rex zeigt bereits aus weiter Entfernung beschwichtigende Signale, er fühlt sich nicht wohl, die Situation ist ihm zu eng.

Beide Hundehalter bleiben sofort stehen und verhindern dadurch, dass die Distanz

zwischen den Hunden noch geringer wird. Der Halter von Rex fordert den Anderen freundlich auf, den Abstand wieder weiter zu machen. Beide gehen wieder dorthin zurück wo es noch kein Problem gab.

Sie gehen erneut aufeinander zu, diesmal gehen sie in ganz großem Bogen aneinander vorbei. Wenn „gesplittet“ (etwas zwischen die Hunde bringen) werden kann, umso besser z.B. ein Auto oder wenn nicht möglich, die Straßenseite wechseln.

Rex fühlt sich durch diese neue sanfte Begegnung nicht bedroht und ein Fehlverhalten kann sich nicht festsetzen und verstärken.

Rex wird mit jeder richtigen Begegnung entspannter, weil er weiß, sein Halter achtet auf ihn und zwingt ihn in keine unangenehme Situation hinein.

Er dreht fast durch, wenn er andere Hunde sieht:

Konflikte können vermieden werden wenn Hunde von klein auf Sozialkontakt mit verschiedenen Rassen, Größen, Farben und Temperamenten… hatten.

Manchmal ist es notwendig, dass Sie ganz von vorne mit dem Training anfangen, weil der Hund den Umgang mit Artgenossen in der Sozialisierungsphase nicht gelernt hat.

Er soll schon als Welpe bzw. junger Hund mit verschiedenen Umweltreizen bekannt gemacht werden, welchen in seinem späteren Leben begegnen werden (z.B. verschiedene Arten von visuellen Reizen, Lärm, Menschengruppen, Radfahrer, Jogger, Wasser, Überwinden kleinerer Hindernisse, usw.)

Wenn Ihr Hund immer wieder plötzlich in die Leine springt führen Sie die Leine so, dass sie am Geschirr locker ist und wenig durchhängt. So können Sie Ihren Hund bereits nach 10 - 20 cm stoppen, falls er plötzlich vorspringt.

„Es gibt keinen unerziehbaren Hund- aber es gibt jede Menge Erziehungsmethoden, die eines Hundes nicht würdig sind!“

Merke:

Hat der Hund sein Ziel durch Ziehen erreicht, hat er sich selbst belohnt. Daher würde er immer wieder ziehen! Wir müssen ihm also zeigen, dass Ziehen für ihn keinen Vorteil bringt, sondern dadurch Langeweile entsteht, weil wir stehen bleiben.

Gehen Sie daher erst weiter, wenn er ruhig steht und die Leine durchhängt, bzw. wenn er auf Sie zugeht. Achten Sie besonders anfangs auf die Ohrenstellung, ob er diese zu Ihnen dreht. Dann warten Sie, bis der Hund selbst die Leine lockert. Erst dann gehen Sie weiter.

Geht Ihr Hund wieder an lockerer Leine, blitzschnell belohnen oder Sie lassen ihn dafür dort hingehen, wo er hin wollte (soweit es geht).

Übrigens, es gibt verschiedene Belohnungen für die Leinenführigkeit:

* Schnuppern
* vorwärts kommen
* den Weg bestimmen
* Urinieren
* Wasser trinken …. aber immer nur dann, wenn die Leine locker ist !

Sie können ihn auch während er an der Leine zieht durch Ihr eintrainiertes Geräusch kl, kl, kl (ich will deine Aufmerksamkeitsübung) auf sich aufmerksam machen. Wenn er sich Ihnen zuwendet, bekommt er blitzschnell ein absolutes Jackpot Leckerli.

Wenn das gut funktioniert, ändern Sie mal die Richtung, gehen im Bogen wo vorbei oder stoppen Sie.

Wenn´s nicht klappt, war es einfach zu schnell, gehen Sie dann immer dorthin zurück, wo es gut gelaufen ist.

Formen Sie das Verhalten: Locker lohnt sich! Straffe Leine ist langweilig!

Dann etablieren Sie Ihr Signalwort z.B. „kl, kl, kl“ und generalisieren Sie fleißig – immer und überall üben, an vielen unterschiedlichen Orten. Belohne Sie Ihren Hund zunächst immer und später variabel.

Eine große Belohnung für den Hund ist das „Schnuppern“, denn das Riechzentrum ist mit dem Mandelkern (Emotionszentrum) verbunden, der hier eine tiefe innere Zufriedenheit auslösen kann. Sobald der Hund also nicht zieht, darf er zur Belohnung auch schnuppern.

Zusammengefasst:

„An lockerer Leine komme ich vorwärts, an gespannter Leine bleibt Frauli/Herrli stehen“. Wenn Sie das konsequent üben, hat er diese Verknüpfung hergestellt und weiß, wenn die Leine gespannt ist, kommt er sowieso nicht weiter. Also wird er darauf achten, dass die Leine locker ist.

Buchempfehlungen:

1. Leinenaggression: Mit ausführlichem Kapitel über Leinenführigkeit
von Clarissa von Reinhardt, Animal Learn Verlag
2. „Hilfe, mein Hund zieht!“, von Turid Rugaas, Animal Learn Verlag
3. „Rückenprobleme beim Hund“, Animal Learn Verlag

Wenn Sie dazu noch Fragen rufen Sie mich unter 0699/ 106 97 606 an. Viel Erfolg Ihre Edith Kirchberger.

Teil 2

8. Folge des Kirchberger Onlinelehrganges: Die Tierschutzfreundliche Leinenführigkeit und mehr… in 3 Teilen: TEIL 2

Bevor es losgeht, zur richtigen Ausrüstung:

* NIE Stachelhalsbänder, sie sind gesetzlich verboten, (leider ist dieses Folterinstrument bei der Polizei gesetzlich erlaubt)
* NIE Würgehalsbänder oder Kettenwürger, Zug-Stoppbänder oder sogenannte Erziehungshilfen wie Kopfhalter auch Halti.

Befürworter von div. Haltimodellen meinen: „Mit einem Kopfhalter sollte der Kopf des Hundes „nur“ gelenkt werden. Kopfhalter sind nur in Verbindung mit einer zusätzlichen Leine, die am Brustgeschirr oder am Halsband befestigt ist, zu verwenden“.

Es ist jedoch Verletzungsgefahr gegeben, Schädigungen der Halswirbelsäule sind möglich. Der Hund wird im Grunde genommen mit Gewalt gezwungen etwas zu tun, was er nicht möchte. Sollten wir nicht vielmehr herausfinden, warum ein Halti nötig ist und dann am Problem selbst arbeiten?

* Das sind alles tierschutzfeindliche Instrumente. Kettenhalsbänder klemmen ein und sind unangenehm, probieren Sie es an Ihrem Hals aus. (Leider bei vielen Hundeschulen und Ausstellungen immer noch erlaubt bzw. sogar Pflicht.

Das hat mit einer tierfreundlichen Führung nichts zu tun.

Dünne Führung am Hals. Wollen Sie so behandelt werden?

Veraltet und Tierschutzfeindlich! NIEMALS KETTENHALSBÄNDER!

Warum ist ein Brustgeschirr vorzuziehen?

Besonders Welpen und Junghunde gehen mit Brustgeschirr und richtigem Umgang sichtlich freudiger, entspannter und sind vor allem aufnahmefähiger.

Der Halsbereich des Hundes ist genauso empfindlich wie die Halswirbelsäule des Menschen. Mehr als achtzig Prozent aller Hunde leiden an schmerzhaften Rückenproblemen. Der schwedische Hundeexperte Anders Hallgren widmete diesem Thema sogar ein Buch „Rückenprobleme beim Hund“. Er untersuchte hunderte von Hunden und kam zu einem besorgniserregenden Ergebnis. Rückenschmerzen sind tückisch, bleiben oft unerkannt und die Zusammenhänge zu Problemverhalten und Stress werden nicht gesehen.

Ein gut sitzendes Brustgeschirr ist weitaus schonender und nimmt den schädigenden Druck, von der Halswirbelsäule und vom Kehlkopf.

Wenn Sie sich im Auto anschnallen, dann nicht am Hals, oder? Wir sind ja Menschen, wir können den Gurt so bequem wie nur möglich anlegen. Besonders unangenehm wäre ein Anschnallen am Hals beim Bremsen und könnte bei einer Vollbremsung zu ernsthaften Schäden führen.

Hundehalter, die in ihrem Hunde einen treuen Freund und Begleiter sehen, schenken ihm Komfort und Wohlbefinden.

Was kann passieren wenn ich beim Halsband bleibe?

Die Halter bekommen die Rechnung meistens in Form von Problemen mit dem Hund präsentiert. Es können Verhaltensstörungen auftreten oder auch rauflustige Hunde werden. Diese Vierbeiner folgen schlecht, wollen nicht an der Leine gehen, reagieren aus unerklärlichen Gründen „dumm“ und aggressiv.

Wenn dann auch noch veraltete Ausbildungsmethoden wie das „rucken“ oder ein wenig nach Aufmerksamkeit „zupfen“ eingesetzt wird, haben die Halter ohne es zu wissen, einen Dauerschmerzpatienten.

Aus diesen „kleinen“ Maßregelungen, entstehen außerdem unerkannte gesundheitliche Probleme, wie chronische Verspannungen, Folgeschäden am Bewegungsapparat, aber auch Atembeschwerden, Kehlkopfschäden, Schluckstörungen, Probleme am Kiefer und an der Zunge. Das Selbstvertrauen des Hundes ist sehr eng an diese Körperstellen gekoppelt. Ein weiterer gesundheitlicher Aspekt beim Ziehen am Halsband ist die Erhöhung des Augendruckes, besonders gefährlich für Hunde mit schwacher oder dünner Cornea oder Glaukom.

1. Das richtige Brustgeschirr:

* Soll gut sitzen, Polsterungen haben sich besonders an empfindlichen Stellen bewährt. Der Rand des Brustgeschirres sollte nicht reiben oder einschneiden. Das Material sollte weich, leicht und ohne scheuernde Nähte oder Ränder sein. Der Kehlkopf, Halsmuskulatur und die Halswirbelsäule sollten unbelastet sein.
* Soll eine Handbreit hinter dem Ellbogen liegen. Der Riemen unter den Achseln sollte nicht kneifen, zu eng anliegen oder gar einschneiden.

So gewöhnen Sie Ihren Hund an das Brustgeschirr:

* Das Wichtigste ist, dass wir zum Brustgeschirr eine positive Verknüpfung herstellen. Das erreicht man am besten, indem Sie keinen Druck beim rein- steigen in das Brustgeschirr herstellen. Am Besten Schritt für Schritt mit vielen Leckerlis, viel Ruhe, Geduld und mit positiven Erlebnissen verknüpfen. Beugen Sie sich beim Anlegen des Geschirrs nicht über den Hund, sondern gehen Sie dabei in die Hocke und wenden Sie Ihren Körper seitlich vom Hund weg.
* Die Leine sollte immer am hinteren Ring eingehängt werden und nie in Halsnähe - sonst könnten Sie ja auch wieder ein Halsband verwenden!

Empfehlenswert ist ein TOGETHER-Geschirr, welches Sie bei www.pfotenversand.de oder in Linz Tel.: 0650 - 900 6 800 www.hundetraining.cc bestellen könnten:-)

2. Eine drei Meter lange, dünne, leichte Führ- oder Schleppleine:

Benutzen Sie möglichst keine so genannte Flexileine, sie haben immer einen Zug drauf, außer Sie stoppen den Zug.

Beim Einsatz von Flexileinen lernt der Hund genau das, was Sie ihm abgewöhnen möchten: „Wenn ich ziehe, geht es weiter“. Das Prinzip dieser Abrollsysteme ist, dass der Hund einen gewissen Zug auf die Leine ausüben muss, damit sich diese abrollt. Mit anderen Worten: die Belohnung für das Ziehen folgt, indem der Hund mehr Spielraum bekommt.

3. Standardübung: „Ich will deine Aufmerksamkeit“

So blockieren Sie unerwünschtes Verhalten: Trainieren Sie Ihrem Hund ein Signal z.B. Schnalzen mit der Zunge "kl, kl, kl"ein und lösen Sie dadurch ein Ersatzverhalten aus.

Da Ihr Hund nicht zwei gegensätzliche Dinge gleichzeitig tun kann, wird das unerwünschte Verhalten zurückgedrängt.

Kündigen Sie ihm ein Leckerli durch "kl, kl, kl" an

Man nützt die natürlichen Instinkte des Hundes, um ihm das Gehen an lockerer Leine beizubringen: Der Hund ist interessiert an Bewegungen und Geräuschen.

Schnalzt man mit der Zunge („kl, kl“) oder klopft man sich auf die Schenkel, wird der Hund sich automatisch umwenden. Dafür erhält er blitzschnell seine Belohnung.

1. Sie starten in einer reizarmen Umgebung ohne Ablenkung (evtl. Zuhause). Täglich ganz kurze Einheiten! Geräusch kl, kl, kl = „wende Dich mir zu“. Die Reaktion des Umwendens aufgrund des Geräusches oder der Bewegung wird einige Male belohnt.
2. Signal geben und zwei Schritte vom Hund weggehen. Der Hund wird folgen und erhält dafür sein Leckerli.
3. Geräusch signalisiert einen Richtungswechsel, der Hund folgt automatisch an lockerer Leine. Dadurch lernt der Hund auf Sie zu achten.
4. Auf jemand zugehen, rechtzeitig das Signal und Richtungswechsel, sodass man die Person in einem Bogen umgehen kann.
5. Schwierigkeit langsam steigern (auf Straßen und in belebten Gegenden erst später üben).

Der Erfolg hängt davon ab, wie gut Sie ihm das antrainiert haben und ob Sie das Ersatzverhalten früh genug geben haben.

Es sollte unbedingt vor dem unerwünschten Verhalten gegeben werden. Wenn sich Ihr Hund bereits auf etwas konzentriert und hinein gesteigert hat, ist er so erregt und nicht mehr "ansprechbar".

Turid Rugaas, erprobte in einem Versuch mit 204 Hunden dieses Leinenführigkeits-training. Es meldeten sich viele Leute mit Hunden, die schon jahrelang an der Leine zogen. Anfangs zogen die Hunde in einer Trainingseinheit bis zu 74 Mal. Bereits am zweiten Tag bedeutend weniger. Nach 30 Tagen zogen diese Hunde kaum noch.
Rechts:Turid Rugaas, mitte Sabine van der Bellen
Links, Edith Kirchberger: Turid Rugaas konnte ich vor einigen Jahren, persönlich beim Abtrainieren vom „Ziehen an der Leine“ bei 30 Hunden im Burgenland beobachten.

Wichtig: Geräusch "kl, kl, kl" BEVOR der Hund zieht => es kommt gar nicht zum Ziehen. Das Geräusch ist für den Hund wie ein Warnschild „Achtung: Aufmerksam sein!“. Wenn der Hund zieht, einfach stehen bleiben.

Mögliche Probleme: Wenn ein Hund Probleme mit Augenkontakt hat: Nicht direkt ansehen, Kopf zur Seite wenden, ein Stück rückwärts gehen, Hund oft belohnen!

Wundermittel: "kl, kl, kl" können Sie statt AUS, PFUI verwenden. Bevor sie Ihren Liebling schimpfen, weil er seine Nase in Hundekot steckt oder bellt, kommt kl, kl, kl was heißt: „ich will deine Aufmerksamkeit“. Schimpfen bringt nichts, er wird es immer wieder machen, aber mit "kl, kl, kl" verlieren Sie kein Vertrauen.

Wie führe ich einen Hund an einer lockeren Leine?
NICHT durch Ziehen oder Rucken! Dies tut dem Hund weh, verbiegt ihn, macht Kopfschmerzen, verursacht Rückenprobleme, Halsprobleme und ein übles Gefühl.

Wenn der Hund an lockerer Leine geht, ist es völlig in Ordnung, wenn er vor, neben, hinter Ihnen geht, schnüffelt, zu anderen Leuten geht, andere Hunde ansieht etc.

Rechts: Clarissa v. Reinhardt beim anfreunden

Wenn Ihr Hund jemand ansehen möchte, lassen Sie ihn hinschauen! Es ist für Hunde nicht natürlich, zu jedem wildfremden Hund hinzugehen. Es genügt, sie anzusehen und Signale auszutauschen. Das Hingehen zu jedem fremden Hund ist oft ein erlerntes Verhalten.

Abgesehen davon ist ziehen, zupfen und auch leichtes rucken für Hunde eine Strafform (Zufügen von etwas Unangenehmen). Dadurch werden keine neuen und erwünschten Verhaltensweisen vermittelt. Es wird Angst und Unsicherheit erzeugt und dadurch Flucht und Meideverhalten erlernt. Ein Hund assoziiert die Strafmaßnahme immer mit der Person, von der sie ausgeht. Sie verlieren im Laufe der Zeit immer mehr ein kleines Stück seines Vertrauens zu Ihnen, wollen Sie das?

Tipps wie es geht, gibt es im 3. und letzten Teil der Leinenführigkeit-Serie demnächst

Bei weiteren Fragen rufen Sie Edith Kirchberger unter 0699/ 106 97 606 an.

  www.hundegesetz.at