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Mehr Rechte für Tiere! www.hundegesetz.at

Teil 15

Teil 1

Grundlagen des Trainings

1. Bindung und Nähe schaffen

Konzentrieren Sie sich wären des Trainings so stark auf Ihren Hund
Ihren Hund, wie ein Liebespärchen aufeinander.

Plötzlicher Abbruch und Nichtbeachtung des Hundes ist ein Vertrauensbruch. Immerhin haben Sie mit ihm einen Trainingspakt abgeschlossen, ihm ein Versprechen gegeben.

Für Übungen gibt es immer Anerkennung, Lob und Belohnung (anfangs immer ein Leckerli, siehe dazu auch „Formen des Lobes oder der Belohnung“ in diesem Skript). Aus diesem Grund sollten Sie die Übung immer korrekt beenden = Vertrag lösen durch Belohnung. Ihr Hund soll wissen, wann Übungen beendet werden.
Auch Spielen ist eine Motivationsmöglichkeit: einladende Atmosphäre, einladende Stimme… Verstecken und Fangen ist für Hunde das Schönste.

Eine nicht korrekt beendete Übung könnte mit Liebesentzug verknüpft werden und er zeigt das nächste Mal das erlernte Verhalten nicht mehr.

Sobald er das gewünschte Verhalten zeigt, Hunger auf mehr hat und das Training Ihnen gerade so richtig viel Spaß macht, hören Sie auf.

Übrigens, Ihr Hund muss auf keinen Fall mit Ihnen Blickkontakt halten! Wenn etwas nicht klappt, dann sollten Sie den Fehler zuerst bei sich suchen! Vielleicht sind Sie viel zu schnell vorangegangen oder es sind viele zu viele Stressfaktoren zusammen gekommen.

Bindung entsteht durch eine vertrauensvolle, faire Führung. Das gegenseitige Vertrauen zueinander schafft eine tiefe freundschaftliche Verbundenheit.

So bauen Sie vertrauen auf:

Lassen Sie Ihren Hund ohne Leine laufen
Gehen Sie schnell, ohne viel auf den Hund zu achten
Schaut er Sie an, blitzschnell Leckerli geben

Sucht er häufiger Bindungsbestreben z.B. durch Blickkontakt, immer wieder mal großzügig, womit auch immer, BELOHNEN.

Führungsqualitäten haben Sie, wenn Sie in jeder Lage, ruhig, klar, souverän und freundlich zu ihm sind.

Souveränität soll das Gefühl der Geborgenheit, Sicherheit und Schutz vermitteln!
Wir denken voraus und WIR klären für ihn schwierige Situationen!

Sollten Sie mal „nicht gut drauf sein“, machen Sie eine längere Trainingpause, ansonsten verlieren Sie wieder ein Stück des mühevoll erarbeiteten Vertrauens.

Teil 2

Vertrauen aufbauen

Vertrauen entsteht, wenn Sie auf jegliche Strafform verzichten, aber auch durch Gelassenheit. Ihre innerliche Ruhe überträgt sich auf den Hund. Das gibt ihm Sicherheit. Agieren Sie ruhig und er wird weniger ängstlich und aggressiv reagieren.
Dabei halten Sie sich immer die positive Verstärkung als Ziel vor Augen. Jedes Training sollte so aufgebaut sein, dass der Hund kaum etwas falsch machen kann, so gewinnen Sie immer mehr sein Vertrauen.

Merke:

Achten Sie immer auf die Calming Signals (Beschwichtigungssignale). So erkennen Sie, in welchem Gemütszustand sich Ihr Hund befindet. Zeigt Ihr Hund Ihnen deutlich, dass Sie die Grenzen der möglichen Aufmerksamkeit überschritten haben, können Sie rechtzeitig vorbeugen. Vielleicht ist er überfordert oder gestresst.
Das Tema der Beschwichtigungssignalen haben wir ja schon durch, bitte ansonsten auffrischen.

Pföteln Blick abwenden Diese drei Streuner gähnen, weil ich direkt mit meiner großen Kamera auf sie zugelaufen bin. Aber sie blinseln auch noch, beschwichtigen zusätzlich mit seitlich abwenden des Körpers, Kopf nach unten, pföteln, hinlegen...
Lernen funktioniert am besten durch Aufbau von gegenseitigem Vertrauen und Bindung!!
Es gibt keine Altersbegrenzung für das Lernen. Das Gehirn lernt rund um die Uhr, auch im Schlaf!
Hunde achten mehr als wir auf unsere winzigsten Bewegungen und handeln dementsprechend.
Hier sehen Sie 100 % Vertrauen

Lernkurven

3. Wohlwollende Konsequenz ist wichtig

Verfolgen Sie Ihr Übungsziel freundlich und überzeugt. Alle von Ihnen verwendeten Hör- und Sichtzeichen sollen für Ihren Hund eindeutig sein. Sie sollten es immer nur einmal aussprechen und Ihrem Hund genügend Zeit zur richtigen Ausführung geben. Klare Regeln (Konsequenz) faires, vorhersehbares Verhalten berechenbar sein für den Hund immer verlässlich sein.

Lernkurven

ein Prozess: Lernen Festigen Können

Zu leichte Aufgaben langweilen und demotivieren Ihren Hund.

Zu schwierige frustrieren Sie beide!

Wenn Sie mit Ihrem Hund arbeiten, sollten Sie beide Spaß haben und die Freude des Hundes sehen können. Bei jedem Lernen gibt es Phasen, in denen der Hund Ruhe braucht, um das Erlernte zu verarbeiten. Es kann dadurch zeitweise zu so genanntem Löschungstrotz kommen, wo Sie das Gefühl haben, der Hund macht nur, was „er“ will und nicht was Sie wollen. In dieser Phase müssen Sie jedoch weiterhin freundlich und konsequent Ihr Training machen, bis der Hund wieder voll mitarbeitet.

Sie werden sehen, der Hund wird zu seiner Aufgabe zurückkommen und diese dann bewältigen.

Regeln für Hund und Mensch

Unsere Hauptantriebsfedern:

Freude und Glück zu erlangen
psychische und physische Schmerzen zu vermeiden
Lob macht uns zu „Wiederholungstätern“
Wir verwalten alle Ressourcen
Sozialkontakt,
Futter,
Spielzeug...

Wir haben den Zugang zu allem, was dem Hund wichtig ist und dafür kooperiert er mit uns.

Belohnung / Bestrafung / Motivation

Hier sei erwähnt dass es vier Arten von Konsequenzen gibt, um eine Verhaltensänderung herbeizuführen. Nachfolgend wird dies näher beschrieben.

1) Positive Verstärkung etwas Angenehmes kommt hinzu oder beginnt
2) Negative Verstärkung etwas Unangenehmes wird entfernt
3) Positive Bestrafung etwas Unangenehmes kommt hinzu oder beginnt
4) Negative Bestrafung etwas Angenehmes hört auf
Man tut etwas häufiger, weil man etwas Angenehmes dafür bekommt, zB ein Hund setzt sich hin und wird gelobt; er wird sich in Zukunft häufiger setzen.

FREUDE

Ein Verhalten wird häufiger gezeigt, weil etwas Unangenehmes dadurch beendet oder vermieden wird, zB. der Hund zieht nicht, um dem Leinenruck zu entkommen.

ERLEICHTERUNG

Positive Verstärkung

Negative Verstärkung

Etwas Unangenehmes kommt hinzu, zB
Wurfkette, Leinenruck bei Richtungswechsel, etc.
Bitte selten anwenden!

BEDRÜCKUNG

Man tut etwas seltener, weil man ansonsten etwas Angenehmes verlieren würde.
Ruck bleibt aus, wenn sanfter Richtungswechsel.

FRUST

Positive Strafe
Negative Strafe

Teil 3

Wo liegt der Unterschied zwischen Bestärkung und Belohnung?

Bestärkung (reinforcement):

In dem Moment, in dem das Verhalten passiert, wird es durch eine positive Sache bestärkt, wie zB durch den Clicker oder ein Markerwort, dadurch wird eine Belohnung angekündigt. In kurzen Trainingseinheiten kann man dies gut einüben und den Hund auf das entsprechende Signal konditionieren.

Belohnung (reward):

Nach dem Verhalten wird dieses durch eine positive Sache dotiert (belohnt), zB Leckerli, Spiel, etc. (siehe „unterschiedliche Motivationsmöglichkeiten“).

Bei Belohnungen ohne vorherige Bestärkung hat es der Hund schwieriger, da er selbst herausfinden muss, für welches Verhalten sie nun gegeben wurde, daher dauert der Lernprozess nur mit Belohnungen länger als mit Bestärkungen.

1. Positive Verstärkung (auch bestärken, motivieren genannt)

Der Begriff der positiven Verstärkung stammt aus der Lernpsychologie, die sich damit beschäftigt, wie Lernen bei Tier und Mensch vor sich geht. Im Zuge vieler verschiedener Experimente hat sich gezeigt, dass ein bestimmtes Verhalten häufiger oder intensiver wird, wenn gleich danach etwas Angenehmes erlebt wird. Im Fachjargon: „Ein Verhalten wurde positiv verknüpft oder verstärkt.“

Den Hund positiv zu verstärken ist etwas anstrengender, dauert etwas länger, bringt jedoch verlässlichere Leistungen vom Hund, da er es macht, weil er es will. Zudem fördert es das Vertrauen und die Kooperationsbereitschaft.

Achten Sie darauf, dass sich alle Familienmitglieder an die Regeln der positiven Verstärkung halten. Was man hierbei noch beachten sollte, wäre, dass man nicht unbewusst seinen Hund für etwas Unerwünschtes bestärkt, daher ist beim Training auf gute Konzentration und gutes Timing seitens des Halters zu achten.

Erwünschtes Verhalten positiv bestärken

Immer, wenn Sie beobachten, dass der Hund etwas macht, was Ihnen gefällt, belohnen Sie ihn dafür (zB Click + Leckerli). Üben Sie immer nur kurz aber dafür häufig. Die Konzentrationszeit eines (jungen) Hundes beschränkt sich auf wenige Sekunden bis Minuten pro Trainingseinheit.

Jeder „Lernschritt“ wird belohnt. Die maximale Zeitspanne zwischen der Aktion des Hundes und dem darauf folgenden Lob beträgt nur 0,5 bis 0,8 Sekunden! Es ist zu befürchten, dass der Hund jede Aktion, die über diese Zeitspanne hinausgeht, falsch einordnet – also nicht mit dem gerade gezeigten Verhalten verknüpft hat.

Wozu bestärken wir Hunde?

* Motivation
* Bestätigung
* positive Assoziation aufbauen

Belohnen erhöht die Chance, dass dieses Verhalten wiederholt wird.

Wir wollen, dass Hunde positiv verbinden

* Hundeplatz Grundlagen des Trainings
(=> nicht als Strafe auf den Platz schicken)
* Menschen
(Fremde und die, die mit dem Hund
leben und arbeiten)
* Leine
* Zuhause (Wohnung, Haus, Garten, etc.)
* andere Hunde
* Gegenstände
* Training, etc.

Negative Verstärkung

Es wird etwas Angenehmes entzogen, zB Aufmerksamkeitsentzug. Der Hund springt Sie zur Begrüßung an. Sie drehen sich um und ignorieren ihn.

Von negativer Verstärkung wird gesprochen, wenn ein unangenehmer Reiz entfernt wird. Die negative Verstärkung führt – wie die positive Verstärkung – zu einer Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit von Verhalten, in vielen Fällen ist sie sogar noch wirkungsvoller als positive Verstärkung. Eine Verstärkung kann auch darin bestehen, dass ein (zB angstauslösendes) Ereignis in der Umwelt des Organismus vermieden wird und die Rate des Verhaltens daraufhin ansteigt.

Achtung: Negative Verstärkung darf nicht mit Bestrafung verwechselt werden, die die Auftretenshäufigkeit von Verhalten reduzieren (!) soll! Die Negative Verstärkung wird nicht deshalb als „negativ“ bezeichnet, weil etwas „Negatives“ (zB ein Stromstoß oder die Anwesenheit eines angstauslösenden Objekts) beendet wurde. Vielmehr leitet sich der Begriff von der gewissermaßen inversen Anwendung (etwas wird weggenommen) der Verstärkungsprozedur her.

Beispiel:

Eine Ratte sitzt im Käfig, der Eisenboden steht unter Strom. Die Ratte zeigt nun verschiedene Verhaltensweisen, ua. drückt sie den Hebel. Als Konsequenz auf das Verhalten „Hebel drücken“, wird der Strom abgeschaltet. Wird in späteren Durchgängen wieder der Boden unter Strom gesetzt, drückt die Ratte den Hebel früher als zuvor (und beendet damit den Stromstoß). Schließlich drückt die Ratte den Hebel noch bevor Strom fließt, der aversive Reiz (der Stromstoß) wird somit vermieden.

Aus verhaltenstherapeutischer Sicht kann auch die Aufrechterhaltung von Phobien als ein Fall von negativer Verstärkung angesehen werden. Ein Hundephobiker wechselt zB die Straßenseite, wenn ihm ein Hund entgegenkommt. Durch das Wechseln der Straßenseite beendet oder vermeidet er den angstauslösenden Kontakt mit dem Hund. Das phobische Verhalten „Wechseln der Straßenseite“ wird dadurch jedoch verstärkt, dh. hier: aufrechterhalten. Quelle>Auszug aus Wikipedia.

Teil 4

Unerwünschtes Verhalten negativ bestärken

Der Hund hat mit diesem Verhalten keinen Erfolg. Was keinen Erfolg bringt oder einem gar Angenehmes entzieht, lässt man bald ganz bleiben.

Beispiel: Sie besuchen Ihre Tante, sehen wie sie den Topf bereits zum Tisch trägt und schreien wie zu Hause: „Essen! Essen!!“. Daraufhin wendet sich Ihre Tante ab und geht wieder in die Küche. Ihre Tante bringt das Mahl erst wieder zum Tisch, als Sie bereits die Hoffnung aufgegeben und ein Buch zu lesen angefangen hatten. Der Grund weshalb Sie aufhörten zu schreien, war die negative Verstärkung: etwas Angenehmes (das Essen) kam weg. Danach erfolgte eine positive Verstärkung: Ihr ruhiges Verhalten brachte Ihr Essen und Ihre Tante wieder zurück an den Tisch. Bei Ihrer Tante werden Sie nächstes Mal ruhig auf das Essen warten.

Das Gegenteil von Belohnen ist Nicht-Belohnen

Wenn Sie mit der Ausführung einer Übung nicht zufrieden sind (zB verwechselt der Hund verschiedene Übungen, ist zu langsam, etc.), folgt zwar keine Belohnung aber auch keinesfalls ein Strafwort. Es deutet vielmehr darauf hin, dass Sie mit dem Training zu schnell vorgegangen sind. Gestalten Sie die Übung einfacher.

Sie können auch die positive Verstärkung mit negativer Bestärkung (Bestrafung) kombinieren: Man nimmt etwas Angenehmes weg (zB er bekommt keine Aufmerksamkeit), damit das gerade gezeigte Verhalten seltener wird. Und das ist alles!
Wollen wir, dass Hunde etwas negativ verbinden?
- Autos?
- Andere Hunde oder Katzen?
- Jagen?

Nein. Es sollte dem Hund einfach egal werden, aber nicht negativ für ihn sein.

Auch beim Jagen funktioniert dies durch:

Jagdverhalten auf etwas anderes lenken (zB Fährtenarbeit mit Personen, Tieren, etc.) => Der Hund verliert das Interesse an Wildfährten, weil sein Jagdtrieb befriedigt wird.
Alternativverhalten antrainieren, wenn der Hund die Beute sieht (zB beibringen, dies Frauchen zu melden).
Hier würde sich ausgezeichnet ein Antijagdtraining anbieten (separates Thema)

Positive und negative Gefühle
Wenn jemand mit einem Messer auf uns zuläuft und gleichzeitig unser Nachbar sagt: „Oh, Du hast aber eine hübsche Jacke an!“, so wird das negative Gefühl stärker wahrgenommen und somit das positive Gefühl überlagert (=> Training: „Nein!! So ist es gut.“).

Erwünschte Verhaltensketten (schwierige Übungen)
Bei schwierigen Übungen ist es hilfreich, dem Hund zuerst das Ende der Übung beizubringen und die Übung danach von Hinten aufzubauen. Damit gibt man dem Hund immer am Ende des Trainings ein Erfolgserlebnis („Das weiß ich und kann ich bereits!“). Diese Rückwärtsverknüpfung ermöglicht ein schnelleres Vorankommen sowie mehr freie Arbeit und erfordert weniger Kommandos im Training.

Denken Sie an unbewusste Fehler und Assoziationen!
Wenn sich ein Hund komisch verhält, hat er vielleicht einfach andere Assoziationen (zB Champagner: Person A denkt dabei an Party, Person B an Kopfschmerzen vom Kater).

Auf Assoziationen achten und in den ersten zwei bis drei Jahren möglichst nur oder zumindest viele positive Assoziationen aufbauen! Dadurch wird der Hund später mit allem in seinem Leben umgehen können, weil er genug Selbstbewusstsein hat. Nichts kann so einen Hund aus der Ruhe bringen. Der Hund ist sozusagen geimpft gegen Angst und Aggression.

Formen des Lobes oder der Belohnung & Motivation

Freundliche einladende Stimme, Lob, eigene Freude,
Lachen, eigene positive Stimmung (immer!!)
· Futter oder Wasser geben

· Kleinste Leckerbissen geben (ist für den Hund wie Geld für uns)

· kann sein (je nach Situation und Hund): vorsichtige Berührung von Ohren, Seite und Brust, Streicheln = Sozialkontakt, ist eine Motivation, hat aber nur Sinn, wenn der Hund dies in dieser bestimmten Situation genießen kann

· Zuwendung verstärken (jegliche Art von Aufmerksamkeit (!): Anschauen, Berühren, Ansprechen / über den Hund sprechen, „Nein“ sagen, anbrüllen, evtl. sogar an der Leine zurückgezogen werden)

· Entspannen: mit dem Hund daliegen und nichts tun. Auch dies fällt vielen Leuten schwer. Hund nicht anreden, nicht spielen, nur ruhig zusammen liegen oder sitzen.

· Graben lassen, Schnüffeln lassen, Schwimmen dürfen, im Wasser toben

· Spielen als Lernmotivation

· von der Leine gelassen werden

· Sozialkontakt mit anderen Hunden / Menschen

· Verstecken, Fangen spielen, ist für Hunde das Schönste

· Gemeinsame Aktivitäten

Am Besten wechseln Sie diese Motivationsmöglichkeiten ab!

Gerne genehmige ich auf Anfrage unter Nennung der Quelle, die Weiterverbreitung des Onlinelehrganges in div. Zeitungen, Homepages oder Weiterleitung an andere Tierfreunde. In meinen Newsletter kann ich nur Email Adressen neu aufnehmen, wenn die betreffende Person mich persönlich anschreibt, dass sie einen Newsletter wünscht. Gerne sende ich einzelne fehlende Teile kostenlos nach.

Sollten Sie alle Folgen und Teile konzentriert und sortiert nur mit dem Lehrgang ( besteht aus rund 30 Email) haben wollen, freue ich mich über eine kleine Spende von 5 Euro für meine aufgebrachte Zeit. Der Betrag wird von mir für meine Auslandtierschutzprojekte verwendet, DANKE
Oberbank Verein „pro Hund“ Onlinelehrgang für Tierschutzprojekte:
Kontonummer: 281603555
BLZ: 15130
Für Überweisungen aus dem europäischen Ausland:
BIC: OBKLAT2L
IBAN: AT271513000281603555

Teil 5

Wird der Hund zu wild: Quietschen – abwenden und gehen, so haben Sie „sein“ Spiel beendet. Beißlust umlenken in Spielbeute

Seien Sie einfallsreich, bieten Sie Ihrem Hund Dinge an, die ihm Spaß machen…

Am Besten ist eine Kombination von Sicht- und Hörzeichen. Hunde sind mehr auf die Körpersprache fixiert.

Ein Hund ist ein hoch soziales Lebewesen und Beutegreifer. Mit Nahrung, Ersatz jagdspielen und Sozialkontakten lassen sich unsere Hunde super motivieren.

Warum Bestärkung durch Belohnungen und Motivation unentbehrlich sind:

Und dann kommen Kommentare wie: “ Ihr Hund ist ja bestechlich….“

Also ich bin niemals ohne Leckerchen mit meinen Hunden unterwegs und manchmal sehen mich die Leute ganz verdutzt an und sagen: „Ihr Hund ist ja bestechlich, nein das möchte ich nicht. Meiner soll meinetwegen folgen, weil er mich liebt oder ich es so will“.

Nun frage ich Sie, wie lange würden Sie arbeiten gehen ohne einen Lohn dafür zu bekommen?

Ich frage dann die Hundehalter: „Wenn Sie einen Monat arbeiten gehen und am Ende des Monats von Ihrem Chef Geld bekommen, sind Sie da nicht bestechlich?“

Wären Sie auf Dauer zufrieden, wenn Ihr Chef Sie „nur“ lobt. Und was wäre, wenn er Sie mit dem Gehalt Monat für Monat vertröstet und nie gibt es etwas, irgendwann hören Sie auf dort zu arbeiten, oder?

Warum wird bei Hunden mit so unterschiedlichem Maß gemessen? Steckt dahinter vielleicht die ewige Sehnsucht des Menschen, ein Lebewesen zu finden, das ihn um seiner selbst willen – und vor allem bedingungslos – liebt?

So wie Sie für Geld arbeiten, tut der Hund auch nur das, was sich für ihn aus seiner Sicht lohnt.

Leckerlis sowie die o.g. Motivationsmöglichkeiten sind für den Hund wie für uns Menschen Geld.

Belohnen Sie Ihren Liebling mit winzig kleinen Leckerlis (in Erbsengröße). Schnell von unten geben - so lernen Sie ihm, unten zu bleiben ist erwünscht und wird belohnt.

Merke:

Ein völliges Ende von „Korrektur“ oder Belohnung (Leckerli, Lob, streicheln…) gibt es nicht. Wenn Sie damit aufhören, wird er irgendwann das gewünschte Verhalten nicht mehr zeigen. Man nennt dies: Auslöschen, es ist ein Umlernen. Gelernt wird nun, dass die Konsequenz auf ein Verhalten nicht mehr eintritt, somit wird das Verhalten nicht mehr gezeigt - das heißt nicht, dass es vergessen wurde. Es kann leicht wieder „aktiviert“ werden, wenn wieder die Belohnung folgt.

Aber was tun, wenn er kein Leckerli nimmt?

Fragen Sie sich vorab, woran es liegen könnte:

hat keinen Hunger, ist überfüttert
Leckerli ist nicht gut genug
keine Leckerli gewohnt
es ist ein ängstlicher oder zurückhaltender Hund
Überforderung
und nicht zu vergessen Stress
dem Hund wurde gelernt, nichts aus der Hand zu nehmen
er ist krank
vielleicht hat er Angst vor anderen Hunden, die das Leckerli auch möchten
ist abgelenkt durch verschiedene Einflüsse von Menschen, der Umwelt, der Umgebung, …
Einsetzen der Belohnung

Eine dauerhafte Bestärkung ist ganz besonders im Lernstadium erforderlich. Machen Sie aus Ihrem Hund einen süchtigen Spieler. Die Erwartungshaltung auf einen Gewinn treibt einen Spieler ins Casino.

Erfolg (Belohnung und Aufmerksamkeit) verstärkt das Verhalten
Misserfolg (Ignorieren) verringert das Fehlverhalten

Am wirkungsvollsten ist es, mit Belohnungen unterschiedlichster Art zu arbeiten.

Futterbelohnung ist die natürlichste Sache der Welt. Sie sollten allerdings darauf achten, dass Sie den Hund nicht wahllos mit Leckerchen voll stopfen, sondern ihm wirklich nur für gut erbrachte Leistungen etwas geben.

Finden Sie VOR dem Training heraus, was für Ihren Hund als Belohnung besonders interessant ist.

Erstellen Sie eine Hitliste der 5-10 begehrtesten Leckerlis. „Fragen“ Sie Ihren Hund, was er möchte, was sein absolutes Highlight ist?

Hunde verstehen nicht nur die Qualität sondern auch die Quantität von Belohnungen. Jackpots bei schwierigen Übungen: große, supertolle Belohnungen!

Verstecken Sie in Ihren Fäusten rechts Hühnerfleisch und links Rindfleisch. Das, wo es Ihren Hund am meisten hin zieht, scheint er mehr zu lieben. Manchmal ist zB Käse, Palatschinken, Apfel, … besser als Fleisch.

Jedenfalls gilt das normale Futter nicht als spezielle Belohnung!
Alles, was den Hund besonders interessiert, zählt als echte Belohnung.
Auch negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit und kann für manche Hunde belohnend wirken.

Häufiges Belohnen für richtiges Verhalten, macht selbstbewusst und sicher!

Wie lange soll die Belohnung dauern?

Im Normalfall sollte eine Belohnung / Bestärkung schnell und effektiv sein.
Ewige Freude bringt nicht mehr, kann sogar irritieren oder stressen.
Nach sehr langer bzw. anstrengender Arbeit kann es aber angemessen sein, sich für die Belohnung mehr Zeit zu nehmen, sich zB nach einer Fährte zum Hund zu setzen oder ihn in Ruhe an seinem Knochen kauen zu lassen.
Merke: Starke Erregung erzeugt Denkblockaden. Zu hohe Motivation und zu wenig Wiederholungen führen zum Durcheinander, dann sollte die Belohnung weg gelassen werden.

Tipps: Ruhige Bewegung nach Übungen fördert das Lernen. Ab und zu auch für „Nichts“ eine Belohnung geben!

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