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Teil 14

Übungsbeispiele

Ich will deine Aufmerksamkeit, Verhalten abstellen durch Tauschen, Sitz, Bleib-100 % konzentriert arbeiten. Spaß und Freude beim Training ist gut, aber wenn trainiert wird, ist es wichtig 100% bei der Sache zu sein.

Wenn Sie Ihrem Hund etwas beibringen wollen und das erste Mal auf der Straße mit Ablenkung arbeiten, lassen Sie sich von Niemandem ablenken. Arbeiten Sie voll konzentriert, selbst wenn Dr. XY oder Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer Sie begrüßen will - es gibt nur Sie und Ihren Vierbeiner.

Konzentrieren Sie sich auf Ihren Hund

Dabei ist es unheimlich wichtig den richtigen Zeitpunkt für das gewünschte Verhalten nicht zu verpassen, um ihn sein wohlverdientes Leckerchen blitzschnell zu überreichen.

Haben Sie das Training beendet, streuen Sie ihm für sein richtiges Verhalten gleich mehrere Leckerchen.

Übungsbeispiele - Korrekturmaßnahmen

Wie Sie Ihrem Hund etwas beibringen:

Merke: Machen Sie Ihren Hund freundlich darauf aufmerksam (Name!), dass Sie etwas von ihm wollen zB „Schau mal her“ und erst dann kommt Ihr Signal. Verteilen Sie daher kurze Übungseinheiten über den ganzen Tag. Wenn Sie verschiedene Örtlichkeiten einbeziehen, verbessern Sie auch gleich die schwierige Generalisierung.

Hunde benötigen wie Kinder klare Regeln. Die richtige Art der Ausbildung schafft Vertrauen, ist teamfördernd und vor allem hoch motivierend.

Ich will deine Aufmerksamkeit

Zunächst versucht man den Blick des Hundes „einzufangen“, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Dies ist das Wichtigste überhaupt, denn wenn er zu sehr abgelenkt und in Gedanken ganz woanders ist, bringt uns dies wenig.

Motivieren Sie Ihren Hund mit einem guten Leckerli oder einem „spannenden“ Spiel.
Er wird Sie dann anschauen, in der Erwartung – was macht mein Herrchen/Frauchen jetzt gleich mit mir? Oder fangen Sie den Blick spontan ein, indem Sie zB beim Spazierengehen stehen bleiben und warten, bis er sich Ihnen zuwendet.

Genau in dem Moment, wo er Sie anschaut und Ihnen seine Aufmerksamkeit schenkt, verwenden Sie ein Geräusch (zB mit der Zunge Schnalzen) oder ein Wort und geben ihm ein Leckerli bzw. Click und Leckerli.

Es ist besser, ein Wort zu verwenden, das im menschlichen Sprachgebrauch nicht üblich ist - wie das englische „look“ – um Missverständnissen vorzubeugen.

Verhalten abstellen durch Tauschen

Beispiel: Du gibst mir mein Kleidungsstück zurück, dafür bekommst du ein Leckerli.

Vor dem Tausch eine entspannte Stimmung ermöglichen. Wenn das Tauschen gut funktioniert, wird ein Signalwort eingeführt, das ganz kurz vor dem Herausholen des Ersatzobjektes (zB Leckerlis) gesagt wird.

Wenn Sie ihm nachlaufen oder schimpfen, sieht Ihr Hund es als Spielaufforderung an.

Spielen mit den Fingern ist besonders bei Welpen tabu!

Sitz

Wird der Hund zu wild: Quietschen – abwenden und gehen, so haben Sie „sein“ Spiel beendet. Beißlust umlenken in Spielbeute

Da gibt es einige Möglichkeiten um ihm das beizubringen wie z.B.:

Man nimmt einen Leckerbissen und zeigt diesen dem Hund. Wenn der Hund interessiert ist, wird der Leckerbissen vor der Schnauze des Hundes über dessen Kopf nach hinten in Richtung Genick geführt. Der Hund schnuppert dem Leckerbissen nach. Da Hunde ihren Schwerpunkt ziemlich nahe bei der Rute haben, kippen sie bald ins „Sitz“, wenn sie den Kopf etwas zu hoch heben - dies ist der Augenblick in dem es das Leckerli und gleichzeitig ein Lobwort gibt. Übung steigern, dass wirklich das ganze Hinterteil des Hundes am Boden ist. Eine andere Möglichkeit wäre ein "Zufallstreffer", wenn er gerade sitzt ihn überschwänglich zu loben und gleichzeitig sitz dazu zu sagen. Bitte vergessen Sie niemals, Worte sind nicht so wirkungsvoll wie Sichtzeichen, deshalb immer ein Handzeichen welcher art auch immer dazu verwenden.

Viele Menschen sind immer noch der Ansicht, man müsse das Hinterteil des Hundes mit der Hand nach unten drücken, damit der Hund in die Sitzposition gerät. Bitte halten Sie von dieser Methode Abstand, denn das kann zu körperlichen Schäden führen und Sie verlieren ein Stück Vertrauen ihres Hundes.

Das Sichtzeichen ergibt sich aus der Handbewegung über den Kopf des Hundes mit dem Leckerli. Dabei halten Sie den Zeigefinger nach oben gestreckt, das Leckerli zwischen Daumen und Mittelfinger, die Hand zu einer Faust. Je besser Ihr Hund reagiert, desto weniger weit müssen Sie Ihre Hand nach hinten führen. Reagiert Ihr Hund bereits auf das Heben des Zeigefingers, haben Sie Ihr Ziel erreicht. Wer möchte, kann ab nun das Signalwort „Siiiiiiitz“ vor dem Sichtzeichen sagen, dann sofort Leckerli geben. Bitte achten Sie darauf, dass zwischen „Sitz“ und Sichtzeichen eine kurze Pause ist, da sonst der Begriff überschattet wird, wenn beides gleichzeitig geschieht.

Mit dem Hinsetzen ist die Übung anfangs für den Hund beendet, er kann sofort wieder aufstehen. Sie können dieses Kommande auch auflösen und z.B." weiter" sagen oder was auch immer.

Bleib im Sitz

Nun gibt man das geübte Signal (Sichtzeichen und/oder Wort) und wartet, nachdem der Hund sich setzt, eine Sekunde bevor man das Leckenchen gibt, beim nächsten Mal zwei Sekunden, dann fünf Sekunden. Die Zeit reicht aus: Ab nun kann man dem Signal für Sitz ein Bleib-Signal anschließen (zB die aufgerichtete Handfläche wie ein Stopp-Schild, die man dem Hund zeigt oder das Wort „Bleib“), dann wartet man kurz, gibt das Leckerchen und sagt dazu „Frei“. Dies wiederholt man einige Male. Die Zeit dehnt man dabei langsam weiter aus. Damit nicht das Leckerli das Bleiben beendet, sondern Sie selbst, beachten Sie die weitere Abfolge: „Sitz und Bleib“, warten, erstes Leckerli geben, kurz darauf ein zweites und dann erst „Frei“ sagen. Nächstes Mal gibt es nur ein Leckerli, dann plötzlich drei, dann wieder nur eines, dann zwei usw. Der Hund weiß so nie, ob es sich nicht noch lohnt, sitzen zu bleiben, weil dann noch ein Leckerli nachfolgen könnte. Das Wort „Frei“ heißt dann für ihn: „Jetzt kommt sicher nichts mehr“.

Wollen Sie, dass Ihr Hund nicht nur länger Sitzen bleibt sondern auch sitzen bleibt, wenn Sie von ihm weggehen, so bauen Sie auch dies langsam auf. Ihnen nicht nachgehen zu dürfen, ist für den Hund sehr schwierig. Deshalb erwarten Sie nicht, dass er lange sitzen bleibt. Gehen Sie nach dem Bleib-Signal zuerst nur einen Schritt von ihm weg und gleich wieder zu ihm. Wiederholen Sie diesen ersten Schritt öfters. Dann steigern Sie langsam die Distanz. Erst, wenn Ihr Hund in der gewünschten Distanz sitzen bleibt, können Sie langsam die Dauer steigern, die Sie von ihm entfernt stehen bleiben, bevor Sie zu ihm zurückgehen.

Beachten Sie: Wenn Sie einen Hund zB vor einem Einkaufsmarkt anbinden, um auf Sie zu warten, geben Sie kein Sitz-Bleib-Signal, da es immer Ablenkungen geben kann und der Hund so Ihr Signal gar nicht mehr befolgen kann. Sobald man also aus Sichtweite geht, reicht es, dem Hund zu vermitteln, dass er warten soll; ob er dann liegt oder steht, ist nicht wichtig.

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