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Teil 12

1. Teil

Stress beschreibt einen Zustand, in dem ein Hund auf eine innere oder äußere Bedrohung bzw. Umwelteinflüsse, die über das normale Maß hinausgehen, reagiert. Die ganzen Kräfte des Hundes konzentrieren sich darauf, eine Gefahrensituation zu bewältigen. Der Körper zeigt dann eine Reihe charakteristischer körperlicher Änderungen, an deren Regulierung das Nervensystem sowie verschiedene Hormone beteiligt sind.

12. Folge/Teil 1 des Onlinelehrgang

Stress bei Hunden

1. Wer manches Verhalten von seinem Hund nicht einordnen kann, findet hier die Lösung.
2. Wer Hautprobleme, Durchfall oder andere Krankheiten nicht zuordnen kann, dem kann hier geholfen werden. Sehen und lesen Sie selbst!

Stress bei Hunden Stress bei Hunden

Stress beschreibt einen Zustand, in dem ein Hund auf eine innere oder äußere Bedrohung bzw. Umwelteinflüsse, die über das normale Maß hinausgehen, reagiert. Die ganzen Kräfte des Hundes konzentrieren sich darauf, eine Gefahrensituation zu bewältigen. Der Körper zeigt dann eine Reihe charakteristischer körperlicher Änderungen, an deren Regulierung das Nervensystem sowie verschiedene Hormone beteiligt sind.

Die Summe seines täglichen Lebensablaufes kann oft als Stress diagnostiziert werden.

Wenn wir in ein halbvolles Wasserglas immer wieder einen Tropfen hinzu geben, was passiert irgendwann? Richtig, es geht über.
Das Problem ist, dass wir Menschen Stress bei Hunden als solches oft gar nicht erkennen. Oder sind Sie je auf die Idee gekommen, dass Ballspiele, Stöckchen werfen und Agility Hunde stressen könnten?

Stress bei Hunden

Ein gewisses Ausmaß an Stress ist gut und völlig in Ordnung. Heutzutage haben wir jedoch oft völlig abgehobene Anforderungen an Hunde:

* sie sollen neun Stunden alleine bleiben,
* dann schnell eine kleine Runde um den Häuserblock mit Leine und Maulkorb,
* sie dürfen nicht bellen und jagen,
* sollen sofort folgen,
* sich in viel zu kleinen Hundezonen mit zehn wildfremden Hunden vertragen,
* danach im Einkaufszentrum vorbei an tausend fremden Menschen und Reizen ruhig neben uns her trotten,
* im Cafe brav Platz bleiben und sich dann Zuhause über unseren Besuch freuen.

Noch nie gab es so viele verhaltensgestörte Hunde und Menschen wie in den letzten Jahren!

Und das hat einen ganz einfachen Grund. Die Hunde leiden an chronischem Stress.
Dieser wirkt sich psychisch, aber auch physisch aus: Blasenentzündungen, Hautprobleme wie Allergien, Leckekzeme, Magen- und Darmerkrankungen u.v.m. sind die Folge. Dennoch haben wir oft das Gefühl, noch immer zu wenig mit unseren Hunden zu tun. Diese Sorge sollten wir aus unserem Gedächtnis streichen. Es ist durchaus wichtig, unsere Hunde zu fördern, dies sollte aber in einem sinnvollen Rahmen geschehen. z.B. durch ausgiebige und ruhige Spaziergänge im Grünen oder durch Nasenarbeit. Natürlich kann zwischendurch ein Ball „fliegen“ aber mit Bedachtheit.

Wenn Hunde wirken, als würde sie rundherum nichts interessieren, ist das oftmals ein Zeichen dafür, dass zu viele Eindrücke auf sie einströmen und sie diese nicht mehr verarbeiten können.

Ein Beispiel: Hunde bei einer Hundeshow scheinen sehr cool zu sein, sind aber in Wahrheit irrsinnig gestresst. Ihren Stress entladen sie dann oft zu Hause, indem sie z.B. den Nachbarshund plötzlich attackieren oder sogar beißen.

Denn: Das Stresshormon „Cortisol“ baut sich erst in einiger Zeit ab und daher ist der Hund auch nach der eigentlichen Stresssituation wie z. B. Ausstellungen etc. leicht reizbar und kann überreagieren. Dies kann sogar 2 – 6 Tage andauern, bis er wieder entspannt ist.

Stress bei Hunden Hier gut zu beobachten, Pia nähert sich dem Hund total falsch und erkennt die laufenden Beschwichtigungssignale(wie gähnen, blinzeln, Kopf abwenden, hinsetzen) des Hundes gar nicht. Wir haben einen Hund gewählt, wo wir wussten, dass der Halter seinen Hund mit Stressreizen nicht überforderte und der Hund supertoll Sozialisiert war. Ansonsten hätten wie damals Pias Angst vor Hunden nie nehmen können. Pia wurde von einem Hund am Kopf schwer verletzt, verständlich das sie Angst vor Hunden hatte. Hier wäre es sehr wichtig, dass die Mutter einen Kurs über die Beschwichtigungssignale besucht hätte und mit der Tochter laufend geübt hätte. Die Gefahr wieder gebissen zu werden ist durch ein Mangel an Hundeverhalten sehr groß, leider kann ich derartige Seminare nur anbieten, aber niemanden zu seinem Glück zwingen.

2. Teil

Der Hund links zeigt viele Beschwichtigungssignale. Das Kind könnte gebissen werden.

12. Folge/Teil 2 des Onlinelehrgang

Was kann Stress auslösen? – dies stresst Hunde ganz besonders

Stress bei Hunden

Z.B. eine Hundeausstellung in Ungarn

Man sieht, wie überdreht und gestresst die Halter und die Hunde dabei sind. Nach solchen Tagen und in den kommenden Tagen danach, muss man unbedingt darauf achten, dass keinerlei neue Überforderungen dazu kommen.

Ruhige Spaziergänge und Nasenarbeit sind zu empfehlen. Gönnen Sie Ihrem Hund seine Ruhe! Wenn wir aus dem Urlaub zurück kommen, tut es uns auch gut, noch einen Tag zu Hause zu bleiben, um wieder auf ein normales „Level“ zu kommen. So auch der Hund!

Hunde / Menschen können oft in ähnlichen Situationen gestresst werden, z.B durch:

* Hunger, Durst
* Hitze, Kälte
* zu viel Bewegung - zu wenig Bewegung / Aktivität
* Einsamkeit / Langeweile
* Schockartige Erlebnisse
* Zu hoher Anspruch beim Training/im Alltag
* Innere Konflikte: ich kann nur eines machen, was soll ich nun tun?? z.B Hund wird am Gang (Flur) gerufen. Der zweite Hund liegt aber am Weg zwischen dem Besitzer und dem gerufenen Hund und kaut gerade an einem Knochen. Konflikt für den gerufenen Hund: Ich muss zu meiner Bezugsperson. Ich darf dem anderen Hund aber jetzt nicht zu nahe kommen.

Das alles kann Hunde stressen:

* Gewitter, Lärm, Angst auslösende Handlungen oder Geräusche, Bedrohliches (z.B über den Hund beugen, frontal aufeinander zugehen, etc.)
* Ungewissheit aufgrund unberechenbarer Bezugspersonen oder Artgenossen
* Stimmungsübertragung: andere Leute oder Hunde der Umgebung sind gestresst
* Zu wenig Schlaf, Störungen des Schlafes, zu wenig Zeit zum Entspannen, zu viel Aktivität, häufiges oder langes Spiel, Kinder im Haus ohne Rückzugsmöglichkeit für den Hund
* Verlust des Sozialpartners, Trennung vom Rudel oder von Personen, die der Hund liebt, nicht zu Menschen oder Hunden können, die er kennt, alleine bleiben (zu lange, nicht daran gewöhnt), weggesperrt werden
* Sich nicht entleeren können, wenn nötig
* Plötzliche Veränderungen, wie Besitzerwechsel, Wohnungswechsel, zu viele und/oder fremde Leute (Besucher, Begegnungen draußen), Menschenmassen, volle U-Bahnen

* Enger Raum, zu wenig Platz, kein Raum zum Ausweichen
* Ungewohnte Dinge (Lift fahren, U-Bahn fahren, Auto fahren)
* Angeschrieen werden, Leinenruck, straffe zu kurze Leine, Aggression in der Umgebung, Streitigkeiten in der Familie oder mit anderen Tieren
* Angst, nicht mitkommen zu dürfen (z.B wenn Urlaubstasche gepackt wird)
* Kommunikationsprobleme mit Katzen, Hunden, Menschen, etc.

* Situationen, mit denen man nicht umgehen kann, Ungewissheit, Überforderung
* Prüfungen, Ausstellungen, Turniere, Agility…

* Zu wildes und/oder langes Spiel mit anderen Hunden, Welpenstunden, Trainingsklassen
* Umzug, Reisen
* Erwartungsdruck, ständig Erwartungen, die man zu erfüllen hat
* Druck bei der Ausbildung, z.B bei Sitz am Halsband hochziehen und gleichzeitig hinten hinunterdrücken

Hier sehen wir in einer ungarischen Hundeschule ein typisches Verhalten. Wenn der Hund nicht "Sitz" macht, wird er sofort hinten runter gedrückt. Der andere Hund will zu ihm und wird über Leinenruck zurechtgewiesen. Über Leinenruck entstehen negative Verknüpfungen - in diesem Fall könnte der Hund den Schmerz, den er durch den Leinenruck verspürt, mit anderen Hunden verbinden - und es kann passieren, dass er dann andere Hunde nicht mehr mag, um es milde auszudrücken. Der Bobtail beschwichtigt mit Pfote heben, der kleine Hund, dem das Drüberbeugen und Runterdrücken sichtlich unangenehm ist, mit Kopf zur Seite drehen und Züngeln.

* Wildfährten
* Ungewollte Berührungen
* Neue Personen in der Familie, Verlust von geliebten Personen
* Krankheit, Schmerzen, Tierarzt
* Strafen
* Unerwartete Veränderungen im Tagesablauf, Hundefrisör

Zu wenig Aktivität ist bei einem Hund, der mit der Familie lebt, nie als Stressauslöser aufgetaucht, kann aber bei Kettenhunden oder Hunden in Zwingern der Fall sein.

Alle anderen dürfen sich demnächst auf ein umfangreiches Bildermaterial des 3.Teiles, "Wie und wo entsteht Stress – was passiert im Körper?" freuen. Gerne senden wir fehlende Teile kostenlos nach und genemigen bei Anfrage die Weiterverbreitung des Onlinelehrganges.
Viel Freude und Erfolg mit meinem Hundekurs Ihre Edith Kirchberger

3. Teil

Dem Hund ist es unmöglich, in so einer Situation ruhig zu liegen oder zu sitzen => bitte nicht vom Hund verlangen!

Stress bei Hunden

Wie und wo entsteht Stress – was passiert im Körper?

Der Hund hat ein ungutes Gefühl, z.B. bei einer sich nähernden Bedrohung. Der Adrenalinspiegel steigt an, um aus der bedrohlichen Situation entkommen zu können. Die Adrenalinausschüttung macht den Hund schneller und stärker, dadurch wird sein Überleben gesichert.

Bei Stress wird der Körper rein biologisch in optimale Leistungsbereitschaft versetzt, um so in der Natur zu überleben. Die dabei ausgeschütteten sog. Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin versetzen das Individuum in eine erhöhte Abwehr und Fluchtbereitschaft. Es gibt dann noch 2 Wege – entweder Fight oder Flight – kämpfen/flüchten. All diese Prozesse steuert der Hund nicht wissentlich oder mit Absicht, demnach darf man den Hunden keine Vorwürfe machen, denn das Alarmzentrum des Gehirns sendet diese Signale aus, sobald eine Bedrohung naht (Mandelkern).

Der Mandelkern ist das Emotionszentrum im Gehirn und es findet immer eine unbewusste Reizverarbeitung darin statt, was negative oder positive Emotionen hervorruft. In nur 12 Millisekunden findet die Wahrnehmung im Gehirn statt, ob nun eine schnelle Bewegung z. B. Herunterfallen eines Gegenstandes eine Bedrohung ist. In weiteren 12 Millisekunden entscheidet das Gehirn: „es war nur die Gabel“… oder „es ist eine Bedrohung“.

Auf Dauer kann dieser Alarmzustand nicht lange aufrecht erhalten werden. Durch anhaltenden Stress sinkt der Cortisolspiegel 4mal langsamer. Dieser Effekt verstärkt sich mit der Dauer des Stresses weiter!

Bei einer stressauslösenden Situation steigt der Adrenalinspiegel. Innerhalb von ein paar Sekunden wird Adrenalin ausgeschüttet und der Blutdruck steigt. Cortisol und ADH werden innerhalb der ersten Minuten ausgeschüttet. Adrenalin sinkt zwar schnell wieder ab, Cortisol ist jedoch ein Langzeitstresshormon und braucht zwei bis sechs Tage um wieder abgebaut zu werden.

ADH regelt den Wasserhaushalt. Durch den Anstieg von ADH muss der Hund mehr Wasser lassen - hierbei handelt es sich nicht um Markieren des Territoriums => Strafen ist sinnlos, weil es sich um eine durch Stress ausgelöste, physische Reaktion handelt; Tierheimhunde müssen daher über Wochen mehr Wasser lassen als andere Hunde, daher muss man öfter mit ihnen hinausgehen, sonst machen sie ins Haus!, er schwitzt => feuchte Pfotenballen und Hecheln. Zusätzlich wird bei Stress vermehrt Magensäure ausgeschüttet => Durchfall. Der Hund wird leichter irritierbar und reizbar.

Dem Hund ist es unmöglich, in so einer Situation ruhig zu liegen oder zu sitzen => bitte nicht vom Hund verlangen!

Oft entstehen durch Stress Beißunfälle: Hund muss am Platz bleiben, schaltet eine Zeit ab, es gehen mehrere Leute vorbei und der Hund wirkt nach außen völlig brav und ruhig, ist innerlich aber sehr gestresst. In der Folge springt er plötzlich auf, weil er die Situation nicht mehr ertragen kann und beißt zu.

Welches Verhalten wird durch Stress ausgelöst?
Woran kann man Stress erkennen?

Stress-Zeichen können nicht bewusst gesendet werden, sie sind körperliche Symptome der autonomen Stress-Reaktion! Das Konzept der Beschwichtigungs-signale ist daher etwas zu weit gefasst und nicht immer hilfreich. Die Liste der Stress-Symptome ist sehr lang. Kein Hund wird jemals die ganze Palette zeigen. Da die Stress-Reaktion Grundlage sowohl für Angst- als auch für Aggressionsverhalten gilt, finden sich Stress-Symptome in beiden Verhaltensbereichen wieder.

Teil 4

Stress-Zeichen können nicht bewusst gesendet werden, sie sind körperliche Symptome der autonomen Stress-Reaktion!

Welches Verhalten wird durch Stress ausgelöst?

Woran kann man Stress erkennen?

Stress-Zeichen können nicht bewusst gesendet werden, sie sind körperliche Symptome der autonomen Stress-Reaktion! Das Konzept der Beschwichtigungs-signale ist daher etwas zu weit gefasst und nicht immer hilfreich. Die Liste der Stress-Symptome ist sehr lang. Kein Hund wird jemals die ganze Palette zeigen. Da die Stress-Reaktion Grundlage sowohl für Angst- als auch für Aggressionsverhalten gilt, finden sich Stress-Symptome in beiden Verhaltensbereichen wieder, wie z.B.:

* leichtere Reizbarkeit, Ärger, Wut, Ungeduld
* aggressive Reaktionen (Stressbedingte Aggression wird oft nicht mit Stress in Verbindung gebracht, weil die Langzeitwirkungen (2-6 Tage) von Stress übersehen werden. So entstehen Erzählungen von so lieben Hunden, die plötzlich völlig unmotiviert zubissen.)
* Überreaktion auf Ereignisse, Unberechenbarkeit, Losgehen auf unbeteiligte Dritte
* schlecht schlafen, Unruhe
* kann sich auf nichts mehr konzentrieren, Dinge werden angefangen; aber nicht beendet, leicht ablenkbar.

# Kopf verlieren, Dinge tun, die völlig abstrus wirken
# Abschalten, nichts mehr aufnehmen, nichts zu machen
# Fehler
# sich zurückziehen, allein sein wollen, Flüchten
# herumjammern (bellen, jaulen, winseln)
# schlechtes Körpergefühl (Kopfschmerzen, Magenprobleme, Muskelverspannungen besonders im Nacken- und Rückenbereich, etc.)
# bei chronischem Stress: verminderte Immunstärke => Krankheiten
# wenn man gezwungen wird, nichts zu sagen, sich ruhig zu verhalten etc. => staut sich auf, extrem schlechtes inneres Gefühl, kann sich leicht irgendwann entladen
Stresssymptome bei akutem und chronischem Stress:

* Hecheln, stark zurückgezogene Lefzenwinkel: Stress-Gesicht, Vorsicht bei anhalten der Atmung: Attacke folgt, Speicheln, Schweiß an den Pfotenballen (nur auf bestimmten Böden zu erkennen)
* Beschwichtigungssignale (besonders, wenn sie vermehrt oder übertrieben auftreten => Achtung!!!)
* sich Schütteln, extremes Schwanzwedeln

Teil 5

Folge 12 letzter Teil 5 , mit dem Thema "Stress"

Was tun bei Stress? Wie ist er zu vermeiden?

Hunde sollten durchschnittlich 17 Stunden pro Tag schlafen/ruhen.

Jede Stunde weniger steigert die Stresssymptome.

Es ist wichtig, Stress zu verstehen, um gestressten Hunden helfen zu können

* Gründe erkennen
* Ursachen beseitigen, also Umgebung/Auslöser/Situationen verändern!
* Unterstützend (aber nicht alleine!) Massagen, TTouch, Medikamente möglich
* Bei einem gestressten Hund ist es wichtig, selbst ruhig zu sein.
* Den Hund z.B nicht durch hohe Stimme, viel Getue vor dem Weggehen, eigene Nervosität weiter pushen. Der Hund sollte eine gewisse Routine in seinem Leben finden, die Bezugspersonen und die Umgebung berechenbar sein.
* Selbstbewusstsein des Hundes stärken
* Langsam an Situationen gewöhnen (Desensibilisierung)
* Positive Gefühle vermitteln

Stress bei Hunden

* Nachdem der Hund Stress hatte bzw. wenn man weiß, dass der Hund nun Stress ausgesetzt werden wird (Hundeshows, Tierarztbesuch): den Hund beobachten, vor dem Stress und einige Tage nach dem Stress keine aufregenden Dinge tun!
* Vergessen Sie nicht: Der Hund braucht 2 bis 6 Tage, um nach einer stressigen Situation wieder auf einen Normalstand der Hormone zu kommen. In diesen Tagen sollte nichts Aufregendes passieren, der Hund sollte schlafen und ruhige (!) Spaziergänge machen. Hat der Hund nicht genug Zeit, um den Stress abzubauen, weil jeden Tag etwas Aufregendes passiert, kommt es zu Beißereien.
* Eine „positive“ Form von Stress kann auch durch Ballspielen, Stöckchenwerfen, Rennen, etc. ausgelöst werden, so entsteht chronischer Stress. Dieser schwächt das Immunsystem und macht den Hund psychisch und physisch krank.
* Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis ein chronisch gestresster Hund wieder entspannt wird.
* Versuchen Sie nicht, den Hund vor einer stressigen Situation durch exzessives Rennen oder Spielen ruhig zu bekommen -> es wird die gegenteilige Wirkung eintreten!

Was kann ich tun, um Stress zu vermeiden und abzubauen?

* Haben Sie herausgefunden, was Ihren Hund stresst, vermeiden Sie diese Situationen und lassen Sie ihn eventuell zu Hause!
* I m Wohnbereich sollten Sie Ihrem Hund eine Rückzugsmöglichkeit (z.B. Höhle) zur Verfügung stellen, in die absolut niemand hinein greifen darf.

* Nasenarbeit entspricht seinem natürlichen Verhalten. Man kann ganz einfache "Leckerlisuchspiele" starten, die auch Kindern Spaß machen.

* Kauartikel wie ein Kong (Plastikglocke die man mit Jackpotleckerli füllen kann)

Nehmen Sie sich die Zeit für ruhige Spaziergänge, das tut auch Ihnen gut.

Aufreiten hat nichts mit Dominanz zu tun! Es ist Hypersexualität

# Aufreiten hat nichts mit Dominanz zu tun! Es ist Hypersexualität
# Erweiterte Pupillen
# Mehr Weiß in den Augen zu sehen
# Penis ausschachten
# Zähne klappern
# vermehrter Durst, erhöhter Harnabsatz
# Sensitiv auf Geräusche und Berührungen
# Aufrichten der Rückenhaare, stumpfes Fell, Schuppen, Hautprobleme, plötzlicher Haarausfall, Allergien
# Krankheitsanfälligkeit, schlechtes Immunsystem (Ohrentzündungen bei Tierheimhunden vergehen oft nach einigen stressfreien Wochen von selbst; Augeninfektionen bei Welpen wegen Umzug zu neuen Bezugspersonen, weg von Geschwistern und Eltern).
# Probleme mit Läufigkeitszyklus und Trächtigkeit
# Appetitlosigkeit/viel Fressen, Essstörungen, Durchfall
# Probleme mit Analdrüsen
# Anspannung des Körpers, auch einzelne Bereiche, Zittern, Verspanntheit, Augenausdruck (blutunterlaufene Augen, Änderung der Augenfarbe), Mimik
# Winseln, Jaulen, Bellen
# In die Leine beißen, an der Leine ziehen
# Dinge lecken oder zerbeißen
# sich selbst vermehrt lecken oder Wundbeißen, übertriebene Fellpflege
# Stereotypien (Schwanz jagen, exzessives Lecken, Schatten jagen, Kreiseln, Luft schnappen etc.) bei chronischem Stress
# erhöhte Aggressivität und Angst, Überreaktionen
# keine Leckerlis nehmen (=> Pause, Ortswechsel, aufhören, …)
# Konzentrationsschwierigkeiten
# Flüchten, sich klein machen, sich selbst verteidigen
# Ruhelosigkeit, gesteigerte Aktivität, kein Entspannen mehr möglich/Passivität, Apathie, erhöhtes Schlafbedürfnis: Konfliktschlaf
# nicht alleine bleiben können
# abschalten, nichts mehr mitbekommen, Kommandos „vergessen“, nichts hören
# Kommunikationsprobleme
# Mundgeruch, Körpergeruch
# Graben (muss nicht immer stressbedingt sein)
# evtl. Gras fressen, Desinteresse an Futter, Niesen, verfärbte Zunge

Achten Sie auf die Körpersprache Ihres Hundes und führen Sie ihn souverän aus den Stresssituationen heraus! Leisten Sie ihm Hilfe und keinen Stress

Eine erhöhte Aggression ist auf die erhöhte Hormonausschüttung zurückzuführen, die durch die Stressoren (Stressauslöser) hervorgerufen werden. Dieses führt zu einer verringerten Reizschwelle – der Hund reagiert in bestimmten Situationen heftiger also sonst – z.B. bei anderen Hunden, Kindern, Joggern und Radfahrern.

Daher: Achten Sie auf die Körpersprache Ihres Hundes und führen Sie ihn souverän aus den Stresssituationen heraus! Leisten Sie ihm Hilfe und keinen Stress

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