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Teil 11

Teil 1

11. Folge/Teil 1: "Willkommen in der Welt der Hundesprache", Kirchberger´s kostenloser Onlinelehrgang

Inhaltsverzeichnis der bevorstehenden Themen:

Die Hundesprache gilt weltweit
Faktoren der Kommunikation
Konfliktlöser Hund
Sender / Empfängerder Signale
Bedeutung der Calming Signals
Eskalationsleiter
Beispiele für Calming Signals
Körperhaltung
Spielaufforderung
Haltung der Rute und Wedeln

Beschwichtigungssignale werden oft auch als Calming Signals oder die Sprache der Hunde bezeichnet. Wir können es aber auch als das Ausdrucksverhalten der Hunde bezeichnen oder die „Körpersprache“ der Hunde. Die eigentliche Übersetzung: Calming = Beruhigung
Je mehr wir über die Kommunikation zwischen Hunden untereinander wissen, umso eher können wir gefährliche Situationen von vornherein vermeiden und richtig reagieren. Ist es nicht spannend, einschätzen zu können, in welchem Gemütszustand sich mein Hund befindet? Oder wann ein fremder Hund freundlich ist? Wann ängstlich? Wie sieht ein Hund aus, kurz bevor etwas passiert?

Beschwichtigungssignale dienen im Regelfall zur Vermeidung von Konflikten.
Wenn sie nicht gesehen werden, kommt es zu Missverständnissen.
Dies trifft sowohl für Menschen im Umgang mit Hunden als auch bei Hunden untereinander zu.

Die Beschwichtigungssignale werden besonders in der Sozialisierungsphase trainiert. Werden Welpen zu früh von der Mutter weggenommen, kann das Folgen mit sich ziehen.
Calming Signals dienen zur Beruhigung, Verständigung, aber auch zum Stressabbau.
Egal wo ich war, weltweit sprechen alle Hunde dieselbe Sprache


Kommunikation läuft bei Hundenhauptsächlich über die Körpersprache ab, erst zweitrangig kommt die Lautsprache (winseln, jaulen, bellen usw.) und der Geruch dazu.
Kommunikation setzt sich so aus mehreren Faktoren zusammen

Was wir sehen:

Wie der Ohren, glattes oder gesträubtes Fell, Gesichtsmimik, Bewegung / Tempo, austesten von Nähe, der Stellung der Rute, Geruch und Berührung...
Wie wir was interpretieren:
Ist abhängig von unserer eigenen Meinung bzw. Vorurteilen
Von bereits gemachten Erfahrungen
Unserer Stimmung
Unser Bauchgefühl

Es ist immer wichtig zu wissen, in welchem Zusammenhang das beschriebene Verhalten stattfindet! Der Schritt zur Interpretation hat immer etwas damit zu tun, dass wir die Situation kennen, daher bitte immer ganz genau beobachten.
Als ich das erste Mal einen Vortag über die Beschwichtigungssignale hörte, habe ich nicht viel mitbekommen. Der Ablauf war viel zu schnell und ich konnte kaum etwas beobachten, dadurch waren meine Interpretationen fehlerhaft.

In den neuesten „wissenschaftlichen Widerlegungen“ der Calmingsignale wurde gezeigt, dass Individuen, die in einem engen sozialen Verband leben, untereinander seltener und weniger CS benutzen als gegenüber Fremden.

Hätte die Zielsetzung der "wissenschaftlichen Studie" bzw. die Diplomarbeit von M. Meyer anders ausgesehen, hätte auch die Dame anderes beobachtet.
Die Calmingsignale werden eher bewusst eingesetzt, um sich, andere Hunde oder insgesamt die Situation, zu entspannen. Dagegen können Stress-Symptome nicht bewusst gesendet werden, sie sind körperliche Symptome der autonomen Stress-Reaktion! Aber dazu in unserem Thema „Stress“ später mehr.

Tausende Fotos die ich in den letzten Jahren weltweit gemacht habe, beweisen, dass es die beschwichtigenden Signale sehr wohl gibt.

Hunde signalisieren sich gegenseitig:

“von mir geht keine Aggression aus, ich komme mit friedlichen Absichten, ich möchte keinen Streit“

Hunde sind wahre Meister im Lösen von Konflikten
Wenn wir diese deuten wollen, sollten wir die Körpersprache mit einbeziehen.
Beschwichtigungssignale sind Signale die dazu dienen, Spannungen, Erregung und Unsicherheit abzubauen.
Damit sich Wölfe nicht gegenseitig töten, entwickelten sie die Beschwichtigungssignale.

Sie beschwichtigten, um Ruhe zu halten, da es sinnlose Energieverschwendung war!
Die Calmingsignale sind daher ein überlebenswichtiger Bestandteil der Kommunikation, um Schaden zu verhindern!

Turid Rugaas sagte:

„Wenn Wölfe ihre Welpen aufziehen,
werden aus ihnen perfekte Wölfe.
Wenn Hunde ihre Welpen, werden aus ihnen perfekte Hunde“
„Wenn wir Welpen aufziehen, erhalten wir unerwünschtes Verhalten und Krankheiten“
Demnach liegt es an den Zweibeinern. Mangelndes Wissen, Verständnis, Haltung…“

Teil 2

11.Folge/Teil 2. Beschwichtigungssignale bauen Vertrauen auf, vermitteln ein Gefühl der Sicherheit und helfen, verstanden zu werden.
Bewusste Signale wie Hinsetzen, Hinlegen, Kopf wegdrehen und langsamer Laufen können auch als Verhandlungssignale bezeichnet werden. Verhandelt wird immer um Distanzen!

Die Beschwichtigungssignale und die Körpersprache sind die bedeutendsten Elemente der Verständigung unter Hunden.
Hunde erkennen Zeichen viel leichter als verbale Signale. Die Beschwichtigungs-signale können mit einem höflichen Verhalten unter Menschen verglichen werden:
Denken Sie an einen vollbesetzten Fahrstuhl. Die Menschen sehen verlegen zu Boden oder an die Decke; aber sie starren sich nicht gegenseitig an. Auch Hunde verhalten sich ähnlich „höflich“.

Hunde, die Calmingsignale aussenden, möchten eventuell sich selbst, vor allem aber ihr Gegenüber – ob Hund oder Mensch – "beruhigen" bzw. beschwichtigen.

(„Sei bitte nett zu mir und verändere Dein Verhalten!“).

Rechts: So ist es viel besser und dem Hund gegenüber höflicher!

Das Aussenden eines Calming Signals kann aber auch zeigen, dass der Hund sich in der momentanen Situation nicht ganz wohl fühlt. Zeigt der Hund mehrere solcher Signale hintereinander, ist es wichtig, dass wir sofort handeln und den Hund aus der Situation herausnehmen, damit er sich wohler fühlt.

Bedeutung der Beschwichtigungssignale:

Die meisten Signale des Hundes haben je nach Situation eine andere Bedeutung, wie z. B das Gähnen.

Die Signale müssen daher immer im Zusammenhang gesehen werden, mit dem, was gerade passiert. Hunde gähnen nicht nur, weil sie müde sind, sondern auch weil Sie aufgeregt sind und Spannung abbauen wollen. Das Gähnen entspannt die Gesichtsmuskulatur und somit den Hund.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie haben am Montagmorgen einen sehr wichtigen Termin. Sie haben verschlafen und nur noch 10 Minuten Zeit.

Der Hund merkt, dass Sie gestresst sind und wendet Beschwichtigungssignale an. Er gähnt, leckt sich über die Nase, kratzt sich, dreht den Kopf zur Seite und allen Übels rennt er Ihnen auch noch dauernd zwischen die Füße.

All das sind Versuche Ihres Vierbeiners, Sie zu beruhigen!

Hunde versuchen nicht nur sich selbst zu beruhigen, sondern auch ihr Gegenüber. Damit sich der Hund vor Ihrem Weggehen noch löst, gehen Sie ins Freie. Da die Zeit drängt, sind sie immer noch nervös und er spürt das. Doch er kann sich nicht lösen, denn es ist für ihn, als ob er auf der Flucht wäre. Würden Sie während der Flucht stehen bleiben und aufs WC gehen?

So versucht der Hund, sich selber zu beruhigen, indem er schnüffelt und große weite Bögen geht. Nachdem Sie dies beobachtet haben, reißt Ihnen der Geduldsfaden, weil Sie nicht wussten, dass er mit seinem Verhalten laufend Calmingsignale zeigte. Wenn zwischen uns und dem Hund Konflikte entstehen, müssen wir den Fehler oft bei uns selbst suchen, denn dort liegt er in den allermeisten Fällen, weil wir ihn nicht richtig verstehen (seine Signale nicht „lesen“ können).

Oft tritt solch eine Situation ein, wenn z. B. ein Hund gestreichelt wird, ohne dass es ihm augenblicklich angenehm ist, er wird dann z. B. sich des Öfteren über den Nasenrücken lecken, die Ohren anlegen und den Blick abwenden. Diese vielen Zeichen werden so oft von uns Menschen einfach übersehen bzw. missachtet.

Schnappt der Hund irgendwann einmal nach der Hand, können die Menschen das nicht verstehen…. So entstehen ständig Missverständnisse in der Kommunikation.

Jeder Hund und jedes Lebewesen hat seine eigene „gewachsene“ mit Emotionen und Erlebnissen gefüllte Persönlichkeit. Wir sind in der Pflicht, dass unser Tier eine gewisse Persönlichkeit ausleben darf und uns so Dinge mitteilt, die ihm unangenehm sind. Wir sollten dies schätzen und fördern.

Die Körpersprache der Hunde mit all ihren Signalen ist so ausdrucksvoll und feinfühlig, wir müssen nur lernen, sie zu SEHEN. Sie werden eine Neue Welt entdecken und Ihr Tier erst richtig Kennen lernen. Dann werden Sie ein zufriedenes und entspanntes Mensch-Hund-Team!

Durch die Aussendung von Calming Signals signalisieren sich Hunde gegenseitig:

„ich bin friedlich, kein Grund zur Aufregung“
“von mir geht keine Aggression aus“
"ich möchte keinen Stress"
„mir ist das zuviel“
etc.

Es ist ein Friedensangebot („Tu mir bitte nichts, ich tu Dir auch nichts!“) und dient zu:

Beschwichtigung
Verständigung
Konfliktlösung
Stressabbau

Calming Signals werden angewendet:

bei Begegnungen mit anderen Lebewesen (Menschen, Hunden, etc.)
bei Lärm oder unbekannten Geräuschen
bei Stress oder Hektik
bei Unsicherheit
bei Nervosität oder zweideutigen Situationen, z.B. Bedrängung
um aufdringliche Hunde zu beruhigen
Turid Rugaas machte die Calming Signals in den letzten Jahren besonders durch ihre Seminare, Videos und Bücher publik. Sie entdeckte an die 30 Calming Signals. Bereits Neugeborene zeigen das Gähnen als Calming Signal, wenn sie hochgehoben werden! Wir danken Frau Rugaas für ihren Beitrag zum Wohle der Tiere.

Teil 3

11. Folge/Teil 3 Onlinelehrgang: Beschwichtigungssignale

Bevor ein Hund richtig „beisst“, zeigt er vorher Beschwichtigungssignale, bis hin zu Drohgebärden. Stufen der Eskalationsleiter können aber übersprungen werden!


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Wenn ein anderer Hund, in der selben Situation gar nicht reagiert:

1. hat er bessere Nerven oder
2. kennt die Situation oder
3. ist höflich und sendet nur kleine Signale wie blinzeln, Fang lecken aus...

Nicht bei jedem urinieren und/oder koten muss sich der Hund lösen

1. Hund beschwichtigt oder
2. will nur seine Visitenkarte hinterlassen= markieren
3. oder er hatte Stress, od. gar ein gesundheitliches Problem

Mittels Calmingsignalen versucht der Hund Konflikten vorzubeugen bzw. bereits bestehende Konflikte zu entschärfen.

Dann kommt auch noch die Umarmung dazu. Sein Hund senkt den Kopf und wendet den Blick ab.

Wenn der Hund nicht gehorcht, wird ihm häufig unterstellt, er wolle seinen Menschen nur ärgern, z. B. wenn der Hund bei einem scharfen „Hier!“ besonders langsam zu seinem Menschen zurückkommt, am Boden schnüffelt oder sich gar hinlegt, versucht er aber nur, den aufgebrachten Menschen zu beschwichtigen, um ihn wieder gut zu stimmen.

Die Konsequenz aus dem Ignorieren der Calmingsignale kann sein, dass Hunde gezwungen sind, Drohgebärden zu zeigen, um endlich klar zu machen, dass sie überfordert, bedrängt oder sich gar bedroht fühlen.

Reagierten wir Menschen schon auf die ersten Calming Signals, müsste es erst gar nicht so weit kommen!
Hier:

* pföteln
* züngeln
* über die Lippen schlecken

* Körper und Blick abwenden
* Seite zeigen
* Gähnen

Der Schwarze bringt ihn in Bedrängnis, er reagiert mit

* Hinsetzen
* Blinzeln
* Gähnen
* Pföteln
* Kopf abwenden
* Bögen gehen
* langsame Bewegungen bis zum Einfrieren (regungslos erstarren)

So entfernt sich ein gut sozialisierter Hund: langsam im Bogen gehen, züngeln,
anderen im Auge behalten, erst wenn sein Verhalten akzeptiert wird, entfernt er sich.

Splitten (Dazwischen gehen können auch Menschen oder rechts oben Aphrodite)

Splittend zwängt sich Nicolaus zwischen die weißen Malteser, bevor die Situation eskaliert. Blickkontakt zur rotfarbigen Aphrodite vermeidet sie.

Splitten bei Hunden wenn:

* Ihr Hund Angst vor Unbekannten hat
* Ihr Hund andere Hunde nicht mag, falsche Verknüpfung
* Sie merken, zwei Hunde beabsichtigen zu raufen, drohenden Hund Rücken zuwenden!
* er provoziert

Kopf zur Seite, Kopf senken, Blick verkürzen: Hinsehen, Wegsehen, Hinsehen,

* Blinzeln, aber auch Augen verdrehen
* Schnüffeln
* Schütteln (meist nachdem der Hund Stress hatte, oft zusammen mit Ausatmen, sich strecken: dadurch entspannt er sich wieder). Was ganz anderes ist es, wenn er aus dem Wasser kommt.

Urinieren (das Verhalten hat 4 Aufgaben):

* Revier markieren, Sozialinformation hinterlassen
* Stressabbau
* Stärkung des Gemeinschaftsgefühls im Rudel, egal wer anfängt
* Beruhigungssignal
* Hinlegen oder Hinsetzen, r. Gina pfötelt auch noch und sitzt

Wenn im Spiel sich die Situation hochpowert, zu wild wird, unterbrechen Hunde das Spiel mit ruhigen Hinsetzen od. Hinlegen.

* Kratzen (hier habe ich Hunde bei einer ÖKV Hundeausstellung fotografiert = Stress pur!

Wenn wir uns über einen Hund beugen und er wendet den Kopf ab oder leckt sich über die Schnauze, so sollten wir unsere Körperhaltung weniger bedrohlich gestalten, indem wir ihn seitlich streicheln und uns hinknien oder uns seitlich zum Hund hocken.

Hier drei Straßenhunde, die ich das erste Mal sah. Mit der Kamera gehe ich viel zu schnell und zu direkt auf sie zu. Das ist ein sehr unhöfliches Verhalten von uns Menschen!
Die Hunde signalisieren sofort: Bleib stehen - nicht so schnell!

Zusehen ist das an den gut sichtbaren Beschwichtigungssignalen:

* Der vordere Hund zeigt seine Seite, beugt den Kopf runter, blinzelt und gähnt.
* Der linke Hund zeigt dieselben Signale.
* Der hintereHund legt sich hin und züngelt.

Auch diese drei Hunde signalisieren: Halt - Stopp - ändere dein Verhalten - die Signale Pfote heben, Hinsetzen, geduckte Körperhaltung und seitliche Querstellung (der hintere), Kratzen und Blinzeln.

Am Blick eines Hundes lässt sich sehr viel ablesen. Ein gutes Zeichen ist blinzeln, dagegen ist ein starrer, lang anhaltender, harter oder fixierender Blick bedrohlich.

Wenn die Beschwichtigungssignale des Hundes nicht erwidert werden, ist es durchaus möglich, dass Hunde diese Sprache verlernen. Jedoch können Hunde durch positive Verstärkung diese schnell wieder erlernen.

Erst wenn wir lernen, das Ausdrucksverhalten der Hunde richtig zu interpretieren, wird eine harmonischere Mensch-Tierbeziehung für alle möglich.

Wenn Sie sich erst einmal mit den Calmingsignalen vertraut gemacht haben, werden Sie sich wundern, warum Ihnen diese nicht vorher schon aufgefallen waren. Missverständnisse werden ausgeräumt und Ihr Hund kann endlich aufatmen:

„Endlich versteht mich mein Frauchen/Herrchen!“732 7277-320

Fortsetzung der Beschwichtigungssignale

Merke: Hunde fühlen sich bei menschlichen Konflikten, wie Streitereien, Aufregungen, Gereiztheit, Aggressionen, Wut, Gewalt betroffen.

* Genauso wenn Sie schlechte Laune haben
* Bei plötzlichen Veränderungen
* Bei Bedrohung…
* Bei unklaren Situationen
* Beim Kennenlernen oder bei zu enger Nähe mit Menschen
* aufdringliche Hunde
* Leinenruck

Die augenblickliche Situation gehört immer im Zusammenhang gesehen und die Körpersprache mit einbezogen. Wie, z.B. Gähnen kann verschiedene Ursachen haben: Ist eben aufgewacht, Sauerstoffmangel, Müdigkeit, Langeweile oder doch ein Beschwichtigungssignal…

* Wirkt wie eine langsame Verbeugung und nachher legen sich die meisten Hunde hin.

Dagegen ist die Spielaufforderung durch die weit auseinander stehenden Vorderfüsse leicht zu erkennen. Die Mimik ist nach hinten gerichtet und die Rute meist unterhalb der Rückenlinie. Je aufgeregter der Hund dabei ist, desto höher trägt er die Rute. Die Dogge ist in der Bewegung viel aktiver, der Chihuahua überfordert.

Die Vorderkörpertiefstellung wird auch angewandt, wenn ein Rennspiel einem der Hunde zuviel wird oder er sich einem anderen dichter annähern möchte.

Merke: Ein einzelnes Beschwichtigungssignal hat nicht immer eine bestimmte Bedeutung, sondern das Verhalten muss immer im Zusammenhang (Gesamtbild) gesehen werden, um die richtige Interpretation geben zu können.
Bsp: Ein Hund kratzt sich, weil es juckt – oder aber weil er im Konflikt ist, hier muss man die Umwelt mit einbeziehen, was passiert gerade um ihn herum?

Hunden ist es wichtiger, Konflikte zu vermeiden als uns brav zu folgen, sie müssen sich vorher vom Gegenüber erst ordnungsgemäß verabschieden.

Wenn sich Hunde unaufhörlich Angesicht zu Angesicht anstarren, kann es ein Problem geben und es ist besser, in aller Ruhe splittend einzugreifen oder abzulenken.

Wenn Hunde ihre Bewegungen verlangsamen, kann das z.B. bei zu hartem Kommando „hier“ passieren. Hund kommt dann sehr langsam oder bei „Platz“ legt er sich im Zeitlupentempo hin. Er beschwichtigt.

Zeigt Ihr Hund laufend Beschwichtigungssignale, dann:

1. wird er zu oft zurechtgewiesen, oder
2. permanent kontrolliert

So können Hunde keine eigene Persönlichkeit entwickeln und werden zu Marionetten.

Folge 5

11. Folge/Teil 5 Onlinelehrgang: Beschwichtigungssignale
Körperhaltung
Ein sicherer Hund hat es nicht nötig, seine „Waffen“ zu zeigen.
Ein sicherer Hund greift nicht an. Er merkt es, wenn ihm ein unsicherer Hund entgegenkommt und......wendet die Calming Signals an:
Beschwichtigt z.B. mit gähnen, um möglichen Konflikt zu entschärfen:
„Hey komm, ich tu dir nichts, beabsichtige, keinen Konflikt…“
Erste Begegnung mit Hunden:
Auf den Körperschwerpunkt und die Atmung des Hundes achten
Wirkt er eingefroren, still?
Achten Sie auf den Fang und die Augen (sie sollen sich nicht anstarren!!)
Der Gesichtsausdruck ist wichtiger als die Rutenhaltung!
Die Körperhaltung zeigt die Verfassung des Hundes an




Sicherer neutraler Hund:





Hund steht im Rechteck, Muskulatur locker, ruht in sich, Schwerpunkt in der Mitte, ist weder nach vorne noch nach hinten gelagert









Drohender Hund:








Droht selbstsicher, stellt Nackenhaare auf, Körper tendiert nach vorne, macht sich steif, breit, starr
Droht unsicher, wedelt, weil er Angsthat und ist erregt:



Alles am Hund ist nach vorne gerichtet (Blick, Ohren, Körpergewicht, Schweif), Muskulatur ist angespannt

Merke: Bei Angst kann man vom Hund meistens nichts mehr verlangen. Man holt ihn dann aus der Situation heraus und sorgt für Entspannung (Senkung des Erregungsniveaus).
Ängstlicher Hund:


Körpertendiert nach hinten, Ohren, Rute

Alles am Hund geht nach hinten/unten (Blick, Ohren, Körpergewicht, Schweif, eventuell auch runder Rücken) Muskulatur ist angespannt.
Unsicher, ängstlich:
tendiert mit ganzem Körper nach hinten, zieht Rute ein, unterwürfig





Zeigt der Hund deutlich nur eine Art der Körperhaltung, fühlt er sich in der Situation wohl und ist sich seiner Position sicher. Mischt der Hund aber drohende und ängstliche Körperhaltung, ist er unsicher und weiß nicht so recht, wie er reagieren soll.

Aus der Angst heraus, bleiben dem Hund vier Möglichkeiten zu reagieren:
Angriff „lieber beiße ich zuerst, bevor ich gebissen werde“
Flucht „schnell weg hier, es wird gefährlich“
Erstarren „wenn ich mich nicht bewege, passiert mir auch nichts“
Spiel „haha, wir haben doch keinen Ärger, ist ja alles nur ein Spiel“

Angstaggressiv







Zu 90% sind „aggressive“ Hunde nur ängstlich = Angstaggressiv
Die Gefahr ist gering, solange Sie keinen Druck auf den Hund ausüben.
Ist der Hund still, ruhig, steifbeinig, neigt sich ein wenig nach vorne, Kopf und Rücken eine Linie, starrt = könnte es gefährlich werden.
Ursachen für ängstliches Verhalten sind vielfältig:
Fehlverknüpfungen durch Strafe…
Leinenruck…
Mangelnde Sozialisation
Schlechte Erfahrungen…
Lösung bei ängstlichen Hunden: Demonstrieren Sie Gelassenheit!
Reden Sie nicht auf ihn ein!
Bleiben Sie ruhig, denken Sie positiv!
Durch Stimmungsübertragung übertragen Sie Ihre Ruhe.
Wenn möglich, verändern Sie die Situation beim Hund durch Ablenkung.
Durch Trösten und Streicheln wird ängstliches Verhalten verstärkt.
"Meine Angst ist also berechtigt, wenn sich meine Familie solche Sorgen um mich macht!"
Desensibilisierung und Gegenkonditionierung sollten langfristig angelegt werden.
Gewitter, Feuerwerkskörper (Silvester), Schüsse ängstigen die meisten Hunde! Durch Zuwendung unterstützen Sie die Angst des Hundes. Besser ist es, den Hund selbständig werden zu lassen!



Beispiel: Ein Hund zeigt Angst vor Gewittern. Der Besitzer nimmt ihn hoch, spricht beruhigend auf ihn ein, streichelt ihn und gibt ihm Leckerbissen. Durch dieses Verhalten des Besitzers wird dieAngstreaktion des Hundes belohnt und sie wird von Mal zu Mal stärker auftreten, da der Hund bei jeder dieser Angstreaktionen Zuwendung und Belohnung erfährt.
Besser: selbst Ruhe ausstrahlen, langsame Desensibilisierung!

Spielaufforderung
Die Vorderbeine stehen meist auseinander. Laufen Sie einem Spielzeug nicht nach! Besser Sie tauschen das Spielzeug gegen ein „Gutti“ aus. Wird der junge Hund im Spiel zu ruppig oder beißt er fest zu, unterbricht man das Spiel sofort und ignoriert den Hund. Einen Übergang vom Spielverhalten zum Konflikt können Sie über die hoch gehaltene
Rutenhaltung erkennen.
Haltung der Rute und Wedeln = Aufregung,ewissenskonflikt
Schwanzwedeln heißt nicht unbedingt, dass der Hund freundlich ist, es bedeutet nur, dass er aufgeregt ist. Er kann sich in einem Gewissenskonflikt befinden, weiß noch nicht, wie er reagieren soll.
Je höher die Rute getragen wird, desto erregter ist er, das heißt mehr Konflikte.
Rufen Sie den Hund rechtzeitig aus der Situation heraus. Es gibt jedoch auch einige Hunderassen, die von Natur aus eine Ringelrute haben, die hoch getragen wird. Man muß also immer auch andere Signale im Kontext sehen.
Leckt er gleichzeitig Ihre Finger, so zeigt er Pflegeverhalten und Sie können ihn von der Seite streicheln.
Wenn ein Hund stark erregt ist, ist dies auch am Schwanzansatz zu sehen, wenn dieser stark absteht. Denn die Steifigkeit der Wirbelsäule bei Anspannung des Hundes überträgt sich bis in den Schwanz. Auch die Schwanzspitze zeigt häufig in die Richtung, wohin z.B. Aggression gerichtet ist.
Zu Schwanzwedeln:
Man muss sehen wie der Schwanz wedelt - langsam, schnell, nur die Spitze, in eine Richtung - in beide Richtungen… es kann von Freude, bis hochgradige Spannung, dann zur Explosion, alles sein.

Wer aus dem Newsletter möchte, bitte unbedingt in den Absender Nein schreiben und dieses Email zurücksenden.
Alle anderen dürfen sich auf die 12. Folge, was Stress bei Hunden alles auslösen kann freuen. Frau Gabriele Reigel von www.animal-care-servic.de machte es überhaupt möglich, dass wir diesen Onlinelehrgang mit Fotos versenden konnten, danke.

11. Folge, Teil 3

Abbildung: Der Hund von Michael Aufhauser zeigt Calming Signals: Die Enge zwischen mir und ihm ist seinem Hund zuviel.

11. Folge/Teil 3 Onlinelehrgang: Beschwichtigungssignale

Bevor ein Hund richtig „beisst“, zeigt er vorher Beschwichtigungssignale, bis hin zu Drohgebärden. Stufen der Eskalationsleiter können aber übersprungen werden!

Wenn ein anderer Hund, in der selben Situation gar nicht reagiert:

1. hat er bessere Nerven oder
2. kennt die Situation oder
3. ist höflich und sendet nur kleine Signale wie blinzeln, Fang lecken aus

Nicht bei jedem urinieren und/oder koten muss sich der Hund lösen

1. Hund beschwichtigt oder
2. will nur seine Visitenkarte hinterlassen= markieren
3. oder er hatte Stress, od. gar ein gesundheitliches Problem

Mittels Calmingsignalen versucht der Hund Konflikten vorzubeugen bzw. bereits bestehende Konflikte zu entschärfen.

Beispiele für Calming Signals

Abbildung: Der Hund von Michael Aufhauser zeigt Calming Signals: Die Enge zwischen mir und ihm ist seinem Hund zuviel.

Dann kommt auch noch die Umarmung dazu. Sein Hund senkt den Kopf und wendet den Blick ab.

Wenn der Hund nicht gehorcht, wird ihm häufig unterstellt, er wolle seinen Menschen nur ärgern, z. B. wenn der Hund bei einem scharfen „Hier!“ besonders langsam zu seinem Menschen zurückkommt, am Boden schnüffelt oder sich gar hinlegt, versucht er aber nur, den aufgebrachten Menschen zu beschwichtigen, um ihn wieder gut zu stimmen.

Die Konsequenz aus dem Ignorieren der Calmingsignale kann sein, dass Hunde gezwungen sind, Drohgebärden zu zeigen, um endlich klar zu machen, dass sie überfordert, bedrängt oder sich gar bedroht fühlen.

Reagierten wir Menschen schon auf die ersten Calming Signals, müsste es erst gar nicht so weit kommen.

Hier:

* pföteln
* züngeln
* über die Lippen schlecken
* Körper und Blick abwenden
* Seite zeigen
* Gähnen

Der Kleine würde gerne mit fressen, der Kollege erlaubt es aber nicht.

Der Schwarze bringt ihn in Bedrängnis, er reagiert mit

* Hinsetzen
* Blinzeln
* Gähnen
* Pföteln
* Bögen gehen
* langsame Bewegungen bis zum Einfrieren (regungslos erstarren)



So entfernt sich ein gut sozialisierter Hund: langsam im Bogen gehen, züngeln,
anderen im Auge behalten, erst wenn sein Verhalten akzeptiert wird, entfernt er sich.

Splitten (Dazwischen gehen können auch Menschen oder rechts oben Aphrodite)

Splittend zwängt sich Nicolaus zwischen die weißen Malteser, bevor die Situation eskal iert. Blickkontakt zur rotfarbigen Aphrodite vermeidet sie.

Splitten bei Hunden wenn:

* Ihr Hund Angst vor Unbekannten hat
* Ihr Hund andere Hunde nicht mag, falsche Verknüpfung
* Sie merken, zwei Hunde beabsichtigen zu raufen, drohenden Hund Rücken zuwenden!
* er provoziert

Kopf zur Seite, Kopf senken, Blick verkürzen: Hinsehen, Wegsehen, Hinsehen,

* Blinzeln, aber auch Augen verdrehen

* Schnüffeln



* Schütteln (meist nachdem der Hund Stress hatte, oft zusammen mit Ausatmen, sich strecken: dadurch entspannt er sich wieder). Was ganz anderes ist es, wenn er aus dem Wasser kommt.

Urinieren (das Verhalten hat 4 Aufgaben):

* Revier markieren, Sozialinformation hinterlassen
* Stressabbau
* Stärkung des Gemeinschaftsgefühls im Rudel, egal wer anfängt
* Beruhigungssignal

* Hinlegen oder Hinsetzen, r. Gina pfötelt auch noch und sitzt

Wenn im Spiel sich die Situation hochpowert, zu wild wird, unterbrechen Hunde das Spiel mit ruhigen Hinsetzen od. Hinlegen.

* Kratzen (hier habe ich Hunde bei einer ÖKV Hundeausstellung fotografiert = Stress pur!

Wenn wir uns über einen Hund beugen und er wendet den Kopf ab oder leckt sich über die Schnauze, so sollten wir unsere Körperhaltung weniger bedrohlich gestalten, indem wir ihn seitlich streicheln und uns hinknien oder uns seitlich zum Hund hocken.

Hier drei Straßenhunde, die ich das erste Mal sah. Mit der Kamera gehe ich viel zu schnell und zu direkt auf sie zu. Das ist ein sehr unhöfliches Verhalten von uns Menschen!
Die Hunde signalisieren sofort: Bleib stehen - nicht so schnell!

Zusehen ist das an den gut sichtbaren Beschwichtigungssignalen:

* Der vordere Hund zeigt seine Seite, beugt den Kopf runter, blinzelt und gähnt.
* Der linke Hund zeigt dieselben Signale.
* Der hintereHund legt sich hin und züngelt.

Am Blick eines Hundes lässt sich sehr viel ablesen. Ein gutes Zeichen ist blinzeln, dagegen ist ein starrer, lang anhaltender, harter oder fixierender Blick bedrohlich.

Wenn die Beschwichtigungssignale des Hundes nicht erwidert werden, ist es durchaus möglich, dass Hunde diese Sprache verlernen. Jedoch können Hunde durch positive Verstärkung diese schnell wieder erlernen.

Erst wenn wir lernen, das Ausdrucksverhalten der Hunde richtig zu interpretieren, wird eine harmonischere Mensch-Tierbeziehung möglich.

Wenn Sie sich erst einmal mit den Calmingsignalen vertraut gemacht haben, werden Sie sich wundern, warum Ihnen diese nicht vorher schon aufgefallen waren. Missverständnisse werden ausgeräumt und Ihr Hund kann endlich aufatmen:

„Endlich versteht mich mein Frauchen/Herrchen!“

So, das wars für heute mal wieder, viel Freude und Erfolg bei neuen Erkenntnissen! Edith Kirchberger.

Teil 5

Merke: Bei Angst kann man vom Hund meistens nichts mehr verlangen. Man holt ihn dann aus der Situation heraus und sorgt für Entspannung (Senkung des Erregungsniveaus).

Beschwichtigungssignale

Körperhaltung

Ein sicherer Hund hat es nicht nötig, seine „Waffen“ zu zeigen.

Ein sicherer Hund greift nicht an. Er merkt es, wenn ihm ein unsicherer Hund entgegenkommt und......wendet die Calming Signals an:

Beschwichtigt z.B. mit gähnen, um möglichen Konflikt zu entschärfen:
„Hey komm, ich tu dir nichts, beabsichtige, keinen Konflikt…“

Erste Begegnung mit Hunden:

* Auf den Körperschwerpunkt und die Atmung des Hundes achten
* Wirkt er eingefroren, still?

Achten Sie auf den Fang und die Augen (sie sollen sich nicht anstarren!!)

Der Gesichtsausdruck ist wichtiger als die Rutenhaltung!

Die Körperhaltung zeigt die Verfassung des Hundes an.

Zeigt der Hund deutlich nur eine Art der Körperhaltung, fühlt er sich in der Situation wohl und ist sich seiner Position sicher. Mischt der Hund aber drohende und ängstliche Körperhaltung, ist er unsicher und weiß nicht so recht, wie er reagieren soll.

Aus der Angst heraus, bleiben dem Hund vier Möglichkeiten zu reagieren:

Angriff „lieber beiße ich zuerst, bevor ich gebissen werde“
Flucht „schnell weg hier, es wird gefährlich“
Erstarren „wenn ich mich nicht bewege, passiert mir auch nichts“
Spiel „haha, wir haben doch keinen Ärger, ist ja alles nur ein Spiel“

Zu 90% sind „aggressive“ Hunde nur ängstlich = Angstaggressiv

Zu 90% sind „aggressive“ Hunde nur ängstlich = Angstaggressiv

Die Gefahr ist gering, solange Sie keinen Druck auf den Hund ausüben.

Ist der Hund still, ruhig, steifbeinig, neigt sich ein wenig nach vorne, Kopf und Rücken eine Linie, starrt = könnte es gefährlich werden.

Ursachen für ängstliches Verhalten sind vielfältig:

* Fehlverknüpfungen durch Strafe…
* Leinenruck…
* Mangelnde Sozialisation
* Schlechte Erfahrungen…

Lösung bei ängstlichen Hunden: Demonstrieren Sie Gelassenheit!

* Reden Sie nicht auf ihn ein!
* Bleiben Sie ruhig, denken Sie positiv!
* Durch Stimmungsübertragung übertragen Sie Ihre Ruhe.
* Wenn möglich, verändern Sie die Situation beim Hund durch Ablenkung.

Durch Trösten und Streicheln wird ängstliches Verhalten verstärkt.

"Meine Angst ist also berechtigt, wenn sich meine Familie solche Sorgen um mich macht!"

Desensibilisierung und Gegenkonditionierung sollten langfristig angelegt werden.

Gewitter, Feuerwerkskörper (Silvester), Schüsse ängstigen die meisten Hunde! Durch Zuwendung unterstützen Sie die Angst des Hundes. Besser ist es, den Hund selbständig werden zu lassen!

Beispiel: Ein Hund zeigt Angst vor Gewittern. Der Besitzer nimmt ihn hoch, spricht beruhigend auf ihn ein, streichelt ihn und gibt ihm Leckerbissen. Durch dieses Verhalten des Besitzers wird dieAngstreaktion des Hundes belohnt und sie wird von Mal zu Mal stärker auftreten, da der Hund bei jeder dieser Angstreaktionen Zuwendung und Belohnung erfährt.

Besser: selbst Ruhe ausstrahlen, langsame Desensibilisierung!

Spielaufforderung

Die Vorderbeine stehen meist auseinander. Laufen Sie einem Spielzeug nicht nach! Besser Sie tauschen das Spielzeug gegen ein „Gutti“ aus. Wird der junge Hund im Spiel zu ruppig oder beißt er fest zu, unterbricht man das Spiel sofort und ignoriert den Hund. Einen Übergang vom Spielverhalten zum Konflikt können Sie über die hoch gehaltene Rutenhaltung erkennen.

Haltung der Rute und Wedeln = Aufregung,ewissenskonflikt
Schwanzwedeln heißt nicht unbedingt, dass der Hund freundlich ist, es bedeutet nur, dass er aufgeregt ist. Er kann sich in einem Gewissenskonflikt befinden, weiß noch nicht, wie er reagieren soll.

Je höher die Rute getragen wird, desto erregter ist er, das heißt mehr Konflikte.
Rufen Sie den Hund rechtzeitig aus der Situation heraus. Es gibt jedoch auch einige Hunderassen, die von Natur aus eine Ringelrute haben, die hoch getragen wird. Man muß also immer auch andere Signale im Kontext sehen.

Leckt er gleichzeitig Ihre Finger, so zeigt er Pflegeverhalten und Sie können ihn von der Seite streicheln.

Wenn ein Hund stark erregt ist, ist dies auch am Schwanzansatz zu sehen, wenn dieser stark absteht. Denn die Steifigkeit der Wirbelsäule bei Anspannung des Hundes überträgt sich bis in den Schwanz. Auch die Schwanzspitze zeigt häufig in die Richtung, wohin z.B. Aggression gerichtet ist.

Zu Schwanzwedeln:

Man muss sehen wie der Schwanz wedelt - langsam, schnell, nur die Spitze, in eine Richtung - in beide Richtungen… es kann von Freude, bis hochgradige Spannung, dann zur Explosion, alles sein.

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