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Teil 17

Die Macht der Gedanken

Mentale Kommunikation, Stimmungsübertragung und Telepathie funktionieren!

Durch unsere Gedankenkraft erzeugen wir Kräfte und Stimmungen. Wenn Sie von vornherein meinen, es geht nicht, dann wird es auch nicht gehen. Deswegen handeln Sie immer zuversichtlich. Hunde spüren unsere Stimmungen und verhalten sich dementsprechend. Sind Sie z.B schlecht gelaunt, wird Ihr Hund versuchen, Sie aufzumuntern.

An dieser Stelle sei auf die Bücher von Rupert Sheldrake „Der 7.Sinn der Tiere“ und „Sieben Experimente, die die Welt verändern könnten“ verwiesen.

Alles was wir weg geben, kommt früher oder später zu uns zurück.

Denken Sie etwas positiver und die Welt lacht Ihnen zurück J

Es gibt mehrere Kanäle, um zu kommunizieren, wobei nur 7 % der Inhalt der Worte sind und die restlichen 93 % durch Mimik, Körpersprache und Tonfall übertragen werden!

Signalworte lernen – wie zB. Sitz, Platz, Bleib

Hunde sind sehr gut darin, unsere Stimmungen wahrzunehmen und unsere Körpersprache zu lesen, fangen aber mit gesprochenen Worten vorerst nichts an.

Noch immer unterliegen wir manchmal dem Fehler, dem Hund ein Signalwort zu sagen, in dem Glauben, er müsse das ja verstehen, es sei ja klar, was wir damit meinen.

Doch auch wenn für uns klar ist, dass „Sitz“ heißt, sich niederzusetzen, ist es dies für den Hund zuerst nicht. Es ist für ihn, als würde zu uns jemand ein völlig neues Wort sagen ohne es zu erklären und dann erwarten, dass wir das tun, was er damit meint.

Stellen Sie sich vor, jemand sagt zu Ihnen „kirik“. Dann wartet er, sagt es nochmals. Langsam wird er ungeduldig. Er sagt es lauter. Sie sehen ihn immer noch verständnislos an. Nun reißt ihm die Geduld, er schreit: „kirik!!!“. Doch was sollen Sie tun?

Der Hund wird Ihre Signale zuverlässig befolgen, allerdings liegt es an Ihnen, ihn nicht in Konflikte zu bringen. Reagiert Ihr Hund auf einen vorbeilaufenden Hund und nicht auf Ihr Signal, so ist dies eine richtige und sozial adäquate Entscheidung, aus der Sicht des Hundes.

Clickertraining

Clickertraining macht Hunden Spaß!

Clickertraining ist Lernen durch Versuch und Irrtum. Diese Form des Lernens braucht keinen Druck und keine Strafe, es braucht lediglich ein Signal, welches den richtigen Weg zeigt. Es ermöglicht punktgenaue Belohnung und hilft Mensch und Hund beim Trainieren und Lernen.

Clickertraining ist eine, auf wissenschaftlicher Grundlage aufgebaute, positive Methode, zur Verständigung mit Ihrem Hund. Die Kommunikation zwischen dem Hund und seinem Besitzer wird verbessert. Am Besten erlernen Sie diese Technik in einem Seminar oder einer seriösen Hundeschule, wo Ihr Verhalten mir Ihrem Hund beobachtet werden kann.

Ihr Hund lernt, sich Schritt für Schritt eine Übung zu erarbeiten. Dadurch werden Übungen für ihn klar verständlich und er kann sie wiederholen.

Der „Clicker“ ist ein positiver Verstärker, ein umfunktionierter Knackfrosch. Clicken ist ein Versprechen auf Futter. Zuerst soll Ihr Hund lernen, was das “Click!” für ihn bedeutet. Dafür brauchen Sie klein geschnittene Superleckerlis, einen Clicker und Ihren Hund. Später können auch andere Motivationsmöglichkeiten das Futter ersetzen bzw. ergänzen, um Abwechslung dabei zu haben. Wichtig ist, den Hund mit etwas zu belohnen, das für ihn primär wichtig ist. z.B. wenn ein Hund gerade satt ist, ist Futter nicht unbedingt die Belohnung, dann wechselt man ab, was dem Hund nun wichtig wäre.

Damit sich Ihr Hund nicht vor dem Geräusch des Clickers erschreckt, clicken Sie anfangs nur in Ihrer Hosentasche oder wickeln Sie ein Handtuch um Ihre Hand mit dem Clicker.

Zuerst wird in einer reizarmen, ruhigen Umgebung geclickt, also lieber drinnen als draußen. Sofort nach dem Click ein Leckerli geben. Dies wird einige Male wiederholt. Der Hund lernt, dass das Clicken etwas Positives ankündigt, nämlich tolles Futter (eine einfache klassische Konditionierung). Dann haben Sie ein kraftvolles Werkzeug, um Ihren Hund effektiv zu belohnen und dadurch erwünschtes Verhalten positiv verstärken zu können. Das Verhalten wird so zukünftig häufiger gezeigt werden.

“Click!” bedeutet für Ihren Hund: “Das, was Du gerade tust, gefällt mir. Du darfst aufhören und bekommst ein Leckerli.” Unsere Hunde sind ständig von unserem Stimmengewirr umgeben und tun sich schwer, daraus eindeutige Informationen zu filtern. Das Click-Geräusch ist etwas sehr Spezielles und für Hundeohren sehr gut wahrnehmbar.

Wichtig ist, vorausschauend zu denken, Clickern ist ein Schnelldenkspiel. Schritt für Schritt wird belohnt.

Die Momentbewegung eines Tänzers wird vom Lehrer sofort mit Worten „sehr gut“ belohnt, für den Hund ist „sehr gut“ das „Click“.

Wenn der Lehrer erst nach der Probe im Umkleideraum „sehr gut“ sagt, ist der direkte Bezug nicht mehr gegeben. Genauso ist es mit dem Hund. Der Clicker kann im Gegensatz zur Verstärkung mit Futter auch auf Distanz eingesetzt werden, verstärkt sekundengenau und klingt im Gegensatz zum stimmlichen Lob immer gleich und nie gereizt.

Er ist immer positiv und kann so gerade Hunde, die sonst nicht aus sich herausgehen, besonders dazu motivieren, selbstständig und ohne Anweisungen ihres Besitzers neue Dinge auszuprobieren.

Oft erkennt der Hund erst durch die präzise Belohnung, was der Mensch eigentlich wirklich von ihm will. Ich habe immer wieder Hunde kennen gelernt, deren Blick beinahe „Ach, das meinst Du!“ zu sagen schien. Erst eine gut funktionierende Kommunikation ermöglicht eine wirklich gute Beziehung!

Solange diese Koppelung "Click - etwas Tolles folgt“ im Gehirn des Hundes erhalten ist, freut er sich über den Click genauso, als ob er das tolle Leckerli schon auf der Zunge hätte.

Besonders komplexe Übungen sind mit dem Clicker gut zu trainieren. Sie werden zuerst in kleine Schritte zerlegt und dann langsam zusammengesetzt (Shaping = Formen). Auch die kleinsten Schritte (z. B bei einer Apportieraufgabe vorerst nur das Ansehen des zu apportierenden Objektes) werden honoriert. Vom Hundebesitzer sind Geduld und gute Beobachtungsgabe gefordert. Man beginnt dann mit der letzten Übung zuerst und baut diese „Verhaltenskette“ rückwärts auf. So hat der Hund immer eine zusammengesetzte Übung, die er gut kann und bekommt Erfolgserlebnisse, er wiederholt immer wieder das Erlernte.

Nun muss Ihr Hund lernen, dass er das “Click!” durch sein Verhalten selber auslösen kann. Er lernt darauf zu achten, was Ihnen gefällt.

Der Clicker soll ein Verstärker sein, der verlässlich sofort nach dem gewünschten Verhalten zum Einsatz kommt, innerhalb einer halben Sekunde (0,5 – 0,8)!

Drücken Sie niemals den Clicker, um Ihren Hund aufmerksam zu machen oder gar zu rufen.

Fälschlicherweise werden Clicker oft dazu benutzt, um den Hund herbeizurufen („Komm!"). Der Clicker erfüllt dabei den Zweck einer herkömmlichen Hundepfeife. Mit Clickertraining hat das allerdings nichts zu tun, denn beim Clickertraining ist der Clicker kein Signal, das dem Hund vor einem bestimmten Verhalten gegeben wird.

Übungsablauf

· Drücken Sie einmal auf den Clicker

Erst dann nehmen Sie ein Leckerli und geben es Ihrem Hund
Wiederholen Sie diesen Vorgang 15 bis 20 Mal
Reden Sie dabei nicht
Falls Ihr Hund bellt oder an Ihnen hochspringt, ignorieren Sie das
Versucht er das Futter zu klauen, verhindern Sie es
Die Übung sollten Sie am nächsten Tag wiederholen (kleine Einheiten)
Jetzt sollte Ihr Hund verstanden haben: Für jedes “Click!” gibt es Futter

Das bislang bedeutungslose Geräusch des Clickers bekommt nun für Ihren Hund die Bedeutung eines Futterversprechens.

Die richtige Reihenfolge: ”Click!” - Hand zum Futter - Futter zum Hund.

WICHTIG: Viele Menschen machen den Fehler, dass sie schon zuvor mit der Hand an der Futtertasche sind. Achten Sie unbedingt auf die richtige Reihenfolge, dass erst nach dem Click die Hand zum Futter geht! Sonst haben Sie eine Fehlverknüpfung.

Anwendungsgebiete

Apportieren, Spielen, im Training der Leinenführigkeit, Angstverhalten, Aggressionsverhalten etc.

Sie können in allen Gebieten unglaublich viel mit dem „Clickern“ erreichen und Ihrem Hund das Signal geben, „hey – eben hast Du Dich richtig verhalten“. Dies verleiht auch einem ängstlichen Hund viel Sicherheit und stärkt sein Selbstbewusstsein.

Merke: Es muss jedoch auch hier immer darauf geachtet werden, dass der Reiz bzw. Auslöser zuerst vom Hund wahrgenommen wird (nicht vom Mensch!) Und genau in dem Moment wo der Hund den „Angstauslöser“ sieht – muss das Click und dann die Belonung kommen! Und zwar schon, bevor er negativ auf den Reiz reagiert. So verknüpft der Hund etwas Positives und kann somit gegen seine Angst arbeiten.

Karen Pryor, hat das Clickertraining populär gemacht, wesentlich beeinflusst und ein Buch darüber geschrieben. Ebenso Martin Pietralla: Clicker Training für Hunde.

Viel Spass beim Click!

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