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Chippflicht

Die bundesweite "Chip-Pflicht" für Hunde

Niki

Die Änderung des bestehenden Tierschutzgesetzes § 24 /Abs. 3 regelt das
elektronische Kennzeichnen von Hunden neu:

Welpen, die nach dem 30. Juni 2008 geboren werden, müssen spätestens bis
zum 3. Lebensmonat gechippt und in eine Datenbank eingetragen werden. Noch
nicht gechippte erwachsene Hunde müssen bis spätestens 31. Dezember 2009
elektronisch gekennzeichnet und in einer Datenbank registriert sein.


Aktuell - Chippflicht in Österreich ab 30.6.2008

Auf Grund der neuen gesetzlichen Bestimmungen, müssen Welpen spätestens mit
einem Alter von drei Monaten, mittels Mikrochips gekennzeichnet werden.


Alle Hunde die vor dem 30. Juni 2008 geboren wurden, haben noch etwas Zeit
und müssen erst bis 31. Dezember 2009 gekennzeichnet werden.

Bereits gekennzeichnete Hunde sind bis spätestens 31. Dezember 2009 zu
melden.

Die neuen Bestimmungen im Wortlaut des Gesetzes:

§ 24a. (1) Der Bundesminister für Gesundheit, Familie und Jugend stellt zum
Zwecke der Zurückführung entlaufener, ausgesetzter oder zurückgelassener
Hunde auf ihren Halter für die Registrierung und Verwaltung der in Abs. 2
angeführten Daten im Sinne einer überregionalen Zusammenarbeit eine
länderübergreifende Datenbank zur Verfügung. Er kann zu diesem Zweck
bestehende elektronische Register heranziehen. Der Bundesminister für
Gesundheit, Familie und Jugend ist für diese Datenbank Auftraggeber gemäß §
4 Z 4 DSG 2000.

(2) Zum Zwecke der Zurückführung entlaufener, ausgesetzter oder
zurückgelassener Hunde auf ihren Halter sind folgende Daten (Stammdaten)
gemäß Abs. 4 und 6 zu melden und zu erfassen:

1. personenbezogene Daten des Halters, ist dieser nicht mit dem Eigentümer
des Tieres ident, ebenso die des Eigentümers:
a) Name,
b) Nummer eines amtlichen Lichtbildausweises,
c) Zustelladresse,
d) Kontaktdaten,
e) Geburtsdatum;
f) Datum der Aufnahme der Haltung
g) Datum der Abgabe und neuer Halter (Name und Nummer eines amtlichen
Lichtbildausweises) oder des Todes des Tieres.

2. tierbezogene Daten:
a) Rasse,
b) Geschlecht,
c) Geburtsdatum (zumindest Jahr),
d) Kennzeichnungsnummer (Microchipnummer),
e) im Falle eines Hundes, an dessen Körperteilen aus veterinärmedizinischem
Grund Eingriffe unternommen wurden, Angabe des genauen Grundes und des
Tierarztes, der den Eingriff vorgenommen hat bzw. Angabe sonstiger Gründe
(z.B. Beschlagnahme),
f) Geburtsland,
g) fakultativ: Nummer eines allfällig vorhandenen Heimtierausweises,
h) fakultativ: Datum der letzten Tollwutimpfung unter Angabe des
Impfstoffes, falls vorhanden.

(3) Alle im Bundesgebiet gehaltenen Hunde, sind mittels eines
zifferncodierten, elektronisch ablesbaren Microchips auf Kosten des Halters
von einem Tierarzt kennzeichnen zu lassen. Welpen sind spätestens mit einem
Alter von drei Monaten, jedenfalls aber vor der ersten Weitergabe so zu
kennzeichnen. Hunde, die in das Bundesgebiet eingebracht werden, müssen
entsprechend den veterinärrechtlichen Bestimmungen gekennzeichnet sein. Die
Kennzeichnung gemäß dem ersten Satz kann unterbleiben, wenn der Hund bereits
durch einen funktionsfähigen Microchip gekennzeichnet wurde.
4 von 6 291 der Beilagen XXIII. GP - Beschluss NR - Gesetzestext

(4) Jeder Halter von Hunden gemäß Abs. 3 ist verpflichtet sein Tier binnen
eines Monats nach der Kennzeichnung, Einreise oder Weitergabe unter Angabe
der Daten gemäß Abs. 2 Z 1 und Z 2 lit. a bis e zu melden. Weiters können
die Daten gemäß Abs. 2 Z 2 lit. f und g gemeldet werden.
Die Eingabe der Meldung erfolgt über ein elektronisches Portal:
1. vom Halter selbst oder
2. nach Meldung der Daten durch den Halter an die Behörde durch diese oder
3. im Auftrag des Halters durch den freiberuflich tätigen Tierarzt, der die
Kennzeichnung oder Impfung vornimmt oder durch eine sonstige Meldestelle.

(5) Jedem Stammdatensatz ist eine Registrierungsnummer zuzuordnen. Diese ist
dem Eingebenden von der Datenbank mitzuteilen und gilt als Bestätigung für
die erfolgreich durchgeführte Meldung. Im Falle, dass die Eingabe von der
Behörde oder im Auftrag des Tierhalters durch einen freiberuflichen Tierarzt
oder einer sonstigen Meldestelle vorgenommen wird, ist die
Registrierungsnummer von diesen dem Halter mitzuteilen.

(6) Jede Änderung ist vom Halter oder Eigentümer in der in Abs. 4 Z 1 bis 3
vorgesehenen Weise zu melden und in die Datenbank einzugeben. Im Falle der
Meldung und Eingabe eines Halter- oder Eigentümerwechsels ist von der
Datenbank eine neue Registrierungsnummer zu vergeben. Wird der Tod eines
Tieres nicht vorschriftsgemäß gemeldet, erfolgt 20 Jahre nach dem
Geburtsjahr des Hundes die automatische Löschung des gesamten
Stammdatensatzes aus dem Register.

(7) Jeder Halter und Eigentümer ist berechtigt, die von ihm eingegebenen
Daten abzurufen und in Fällen des Abs. 6 zu ändern. Die Behörde gemäß § 33
Abs. 1 TSchG oder die Veterinärbehörde sowie die in Abs. 4 Z 3 genannten
Personen oder Stellen sind berechtigt, soweit es zur Erfüllung der Aufgaben
im Rahmen dieses Bundesgesetzes oder sonstiger veterinärrechtlicher
Bestimmungen notwendig ist, in das Register kostenfrei einzusehen und
Eintragungen vorzunehmen. Der Bundesminister für Gesundheit, Familie und
Jugend ist ermächtigt, Organen von Gebietskörperschaften auf deren Verlangen
kostenfreie Abfragen in der Tierschutzdatenbank in der Weise zu eröffnen,
dass sie, soweit dies zur Besorgung einer gesetzlich übertragenen Aufgabe
erforderlich ist, die Datensätze ermitteln können."

Quelle: www.animaldata.com

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